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Mobbing-Folgen sind keine Berufskrankheit – auch nicht, wenn das Opfer psychisch krank wird

Antrag bei gesetzlicher Unfallversicherung auf Entschädigung und anschließende Klage abgewiesen.

Eine Frau fühlte sich durch  Gerüchte am Arbeitsplatz terrorisiert. (Foto: Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de)

Eine Frau fühlte sich durch Gerüchte am Arbeitsplatz terrorisiert. (Foto: Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de)

Mobbing am Arbeitsplatz ist keine Berufskrankheit. Daher muss die gesetzliche Unfallversicherung Betroffene auch nicht entschädigen, wenn sie unter gesundheitlichen Folgen leiden. Das berichtet die Deutsche Anwaltauskunft unter Berufung auf ein Urteil des hessischen Landessozialgerichts (Az.: L 3 U 199/11).

Der Fall: Eine Frau fühlte sich durch negative Gerüchte am Arbeitsplatz gemobbt. Sie litt an psychischen Störungen, die sie auf das Mobbing zurückführte. Hierfür beantragte sie bei der gesetzlichen Unfallversicherung eine Entschädigung. Die Unfallkasse Hessen lehnte den Antrag ab, da keine Berufskrankheit vorliege. Gegen diese Entscheidung zog die Frau vor Gericht.

Das Urteil: Mobbing könne nicht wie eine Berufskrankheit entschädigt werden. Denn es komme in allen Berufsgruppen sowie im privaten Umfeld vor. Auch handele es sich nicht um einen Arbeitsunfall, da kein Unfallgeschehen vorliege. Berufskrankheiten lägen nur dann vor, wenn sie in der Anlage zur Berufskrankheitenverordnung verzeichnet seien und ihre Ursache in der spezifischen Tätigkeit hätten.

(dpa)

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