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„Mongoloide“: Noch ein Vergleich mit Homosexuellen und Behinderten

Neujahr scheint manchen nicht gut bekommen zu sein. Nach Ex-Holyfield hat es den ugandischen Premierminister erwischt.

Amama-Mbabazi

Nachdem Ex-Boxer Evander Holyfield in „Big Brother“ (Großbritannien) Schwule mit Behinderten verglichen hat, kommt der nächste Klops vom ugandischen Premierminister Amama Mbabazi. Im Streit um die Verschärfung der Gesetze gegen Homosexuelle in seinem Land sagte er: „Homosexuelle seien krank wie ,Mongoloide'“ (diskriminierender Begriff für Menschen mit Down-Syndrom):

„In unserer Tradition wird meiner Meinung nach Homosexualität als Anomalie behandelt. Das ist eine Tatsache. Wir sollten uns daher fragen, wie Menschen mit Anomalien in unserer Gesellschaft behandelt werden? Töten wir sie? Wenn Sie eine Anomalie bei jemandem feststellen, sagen Sie dann: „Lasst uns diese Abnormalen töten?“ Meiner Meinung nach sind Sie es dann, die abnormal sind. Diese Menschen brauchen Hilfe. Wie behandeln Sie ihre Kinder, wenn diese – ich weiß kein besseres Wort – mongoloid geboren werden? Exekutieren Sie sie oder sperren Sie sie lebenslang ein?“

(ROLLINGPLANET regt sich nicht auf. Wir haben nichts gegen Homosexuelle.)

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4 Kommentare

  • Markus Balkenhol

    Ich bin sprachlos. Was macht soll man mit solchen Politikern machen? Kann man Leuten nicht irgendwie helfen, für die anscheinend jegliches Anderssein eine Bedrohung darstellt?

    6. Januar 2014 at 21:43
  • Thomas

    Finde ich schön, dass RP dieses Zeug auch noch verbreitet. Dass in Teilen Afrikas Homosexuelle und Albinos diskriminiert oder gar getötet werden, scheint im Vergleich dazu unwichtig zu sein.

    7. Januar 2014 at 12:55
  • Klaus Hinkelmann

    Wenn Leute, Politiker, Sportler oder sonst wer, Schwule für geistig behinderte Menschen hält, Geisteskranke gar, disqualifiziert sich auf alle Fälle. Wenn dann noch *Mongolismus* als Bezug herhalten muss, wird überdies deutlich, dass der Sprecher gewiss nicht auf der Höhe der Zeit und Down-Syndrom als Fachbegriff dort nicht angekommen ist.
    Nun meint rollingplanet offenbar noch betonen zu müssen, das sei ein diskriminierender Begriff – und schießt so für mein Empfinden über’s Ziel hinaus. Wohl hätten Mongolen Anlass sich zu beschweren, ob aber Menschen mit Down-Syndrom oder deren Angehörige, mögen mir bitte andere erklären. Die Bezeichnung *Mongölchen* mag heute altbacken erscheinen, klingt aber allemal netter und oft liebevoller als die korrekte, etwas technische und kalte. Ob immer Diskriminierung impliziert ist … ich weiß nicht so recht.

    20. Januar 2014 at 20:06
    • Pizzamonster

      Ich stimme Ihnen zu. Es klingt nicht abwertend sondern so als würde er den korrekten Begriff nicht kennen.

      Mein Sohn hat DS, und ich finde die Rede nicht schlecht.

      17. März 2015 at 20:30

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