Museum bietet ertastbare Schiffe für sehbehinderte Menschen

Mit einem 3D-Drucker erstellt und vorwiegend aus privaten Spenden finanziert.

Im Mainzer Museum für Antike Schifffahrt. (Foto: RGZM)

Im Mainzer Museum für Antike Schifffahrt. (Foto: RGZM)

Blinde und sehbehinderte Menschen können in Mainz nun Modelle eines spätrömischen Schiffes ertasten. Im Museum für Antike Schifffahrt des Römisch-Germanischen Zentralmuseums stehen sowohl ein Nachbau in Originalgröße als auch ein kleines Modell des 18 Meter langen Militärschiffes zum Berühren bereit. Auf den Originalen, deren Wracks in Mainz gefunden wurden, fuhren zwölf Ruderer und zwei bis drei Besatzungsmitglieder.

Die Taststationen umfassen auch Erklärungen in Brailleschrift und ertastbare Raumpläne. Sie sind mit dem Rollstuhl zu erreichen. Die beiden Stationen seien ein erster Schritt hin zu einem barrierefreien Museum, erklärte Sprecherin Ebru Esmen. Die Stationen wurden vor allem aus privaten Spenden finanziert. Nun soll neues Geld gesammelt werden, um weitere Taststationen zu finanzieren.

Das kleine Modell wurde mit einem 3D-Drucker erstellt. Geholfen haben dabei das Institut für Raumbezogene Informations- und Messtechnik sowie die Lehreinheit Geoinformatik und Vermessung der Hochschule Mainz. In Zukunft soll es auch Stationen mit archäologischen Funden zum Betasten und Hörstationen geben. Außerdem können Besucher hoffentlich bald das Rudern zur Römerzeit probieren.

Museum für Antike Schifffahrt, Neutorstraße 2A, 55116 Mainz, Webseite: http://web.rgzm.de

(dpa/lrs)

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