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Musikschulen wollen Unterricht mit Behinderten fördern

Zahl interessierter Menschen mit Behinderung nimmt offensichtlich zu.

44-Rademacher-0Die Musikschulen in Deutschland wollen sich flächendeckend für den gemeinsamen Unterricht behinderter und nichtbehinderter Kinder qualifizieren.

„Gerade die Musik bietet viele Chancen und Möglichkeiten der Inklusion“, sagte der Bundesvorsitzende des Verbandes deutscher Musikschulen, Ulrich Rademacher (Foto) der Nachrichtenagentur dpa. Anlass ist die zweitägige Hauptarbeitstagung des Verbandes, die am Freitag in Potsdam beginnt. Rund 300 Leiter von Musikschulen wollten dazu in die brandenburgische Landeshauptstadt kommen.

Nach Verbandsangaben sind bundesweit knapp 930 Musikschulen dem Verband angeschlossen. Die Einrichtungen sind an etwa 4000 Orten vertreten. Gut eine Million Schüler nehmen deren Angebot wahr. Mehr als jede zweite Musikschule in Deutschland bietet nach Verbandsangaben speziellen Musikunterricht für Behinderte an, auch in Zusammenarbeit mit Sonderschulen oder Behinderteneinrichtungen. Rund 8100 behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene können so selbst Musik machen. Ihre Zahl nehme kontinuierlich zu, hieß es.

(dpa)


Interview mit Ulrich Rademacher zur neuen Inklusionsstrategie der Musikschulen
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1 Kommentar

  • Chorist

    Ähm… und einfach nur ein Instrument lernen, an der musikalischenfrüherziehung teilnehmen, in den Chor gehen o.ä. geht nicht mit einer Behinderung? (Zum Glück kenne ich es so.) Weniger Treppen wären z.B. auch eine tolle Maßnahme für viele Musikschulen. Es wirkt leider mal wieder so, also ob es nicht darum, ginge, Menschen mit Behinderungen den Zugang zu Musikschulen und deren Angebot zu erleichtern, sondern wieder mal nur segregierende „Sonderangebote“ an den Kostenträger zu bringen.

    16. Mai 2014 at 23:00

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