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Myteriöser Feuertod eines Rollstuhlfahrers

Zweifel an der Theorie der Polizei, dass es sich um einen Unfall handelte. Ein Fall für das Revolvermagazin ROLLINGPLANET.

Symbolfoto (Ich-und-Du/pixelio.de)

Symbolfoto (Ich-und-Du/pixelio.de)

War es ein Unfall oder… Mord? Lagerfeuer oder Scheiterhaufen? Fiel er lebendig vorwärts oder tot rückwärts ins Feuer? Nachdem Samuel Koch immer noch nicht seinen Dienst als Kommissar angetreten hat, müssen nun die versierten ROLLINGPLANET-Detektive ran, die bereits so erfolgreich Oscar Pistorius fast überführt haben.

In Zeuthen (Dahme-Spreewald/Brandenburg) ist ein Rollstuhlfahrer unter noch nicht geklärten Umständen ums Leben gekommen. Der Polizei zufolge starb er auf seinem nur wenige Meter vom gut besuchten Zeuthener See entfernten Grundstück, indem er in ein von ihm selbst entfachtes Lagerfeuer gefallen ist. Nachbarn hätten die Hilferufe des 42-jährigen Mannes gehört, ihn aus den Flammen geholt und das Feuer gelöscht, hieß es gestern in einer Mitteilung der Cottbuser Polizei über den Vorfall. Dieser ereignete sich am Dienstag.

Der Mann sei am Unfallort seinen schweren Verbrennungen erlegen. Als seine Eltern vom Tod ihres Sohnes erfuhren, erlitten sie einen Schock und mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

Kaum jemand will darüber sprechen

Heute gibt es Zweifel an diesen vermeintlich gesicherten Erkenntnissen. Laut Augenzeugen soll der Körper bereits steif gewesen sein, als der Brand gelöscht wurde. Die sogenannte Totenstarre tritt erst nach einigen Stunden ein. Das könnte darauf hinweisen, dass der Mann bereits tot war, bevor er Feuer fing. Außerdem, berichten Augenzeugen weiter, sei der Rollstuhlfahrer rückwärts ins Lagerfeuer hineingerollt (Kategorie: Unheimlicher Leichnam ohne Bremse, war es womöglich ein Produkt der FIrma Guldmann GmbH?).

Die Polizei wolle nun prüfen, woran der Zeuthener wirklich gestorben ist. Laut „Märkische Allgemeine“ stelle sie damit „indirekt die eigene Darstellung selbst in Zweifel“. Der Zeitung zufolge, die offensichtlich einer Mordtheorie gegenüber nicht abgeneigt ist, will „kaum jemand über den Todesfall sprechen“ (was aber laut ROLLINGPLANET auch bedeuten könnte: Die sind alle sehr taktvoll und wollen nicht auf Kosten eines Toten in die Medien). Der Reporter zitiert einen Nachbarn: „Lassen Sie es lieber noch ein bisschen ruhen“.

Vielen Dank an ROLLINGPLANET-Leser Heiko Stapel, der uns auf den Fall aufmerksam machte.

(RP)

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