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Nach Anmeldepanne: Emotionen pur – Paralympicssiegerin Reppe holt WM-Gold

Auch Andrea Eskau und Hans-Peter Durst ganz stark: Die deutschen Radsportler haben bei der Para-Weltmeisterschaft einen tollen Start hingelegt.

Christiane Reppe mit Gold (Archivfoto von den Paralympics am 15. September 2016 in Rio: Jens Büttner/dpa)

Christiane Reppe mit Gold (Archivfoto von den Paralympics am 15. September 2016 in Rio: Jens Büttner/dpa)

Doppeltes Happy End für Paralympicssiegerin Christiane Reppe: Die Handbikerin durfte nach einer verpatzten Anmeldung mit einer Sondergenehmigung bei der Rad-Weltmeisterschaft im südafrikanischen Pietermaritzburg doch noch starten (ROLLINGPLANET berichtete). Und dann holte die Titelverteidigerin gleich zum Auftakt am Donnerstag Gold im Zeitfahren. In der Startklasse H4 gewann die Dresdnerin in 32:08,05 Minuten. „Ich bin mega glücklich. Jetzt fällt gerade alles von mir ab, vor allem bei der Siegerehrung war es sehr emotional“, sagte Reppe nach ihrem dritten WM-Titel. Bei der Hymne ließ sie ihren Freudentränen freien Lauf.

Nach der Meldepanne des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) war sie zwar mitgereist, aber als „Touristin“ ohne Sportgerät. Erst nach den Bemühungen des Bundes Deutscher Radfahrer und des Behindertensportverbandes konnte sie nachgemeldet werden. Vater Hans-Jürgen Reppe reiste spontan mit dem Handbike nach Südafrika nach und ermöglichte somit den Gold-Coup seiner Tochter, der als Fünfjähriger wegen eines bösartigen Tumors ihr rechtes Bein amputiert wurde.

Eskau mit einzigartiger Bilanz

Neben Reppe holte die querschnittsgelähmte Andrea Eskau vom USC Magdeburg im Handbike ebenfalls Zeitfahr-Gold wie auch Dreiradfahrer Hans-Peter Durst. In 27:47,61 Minuten fuhr die Paralympicssiegerin in der Startklasse H5 auf Platz eins. Die in Apolda gebürtige Eskau brachte das Kunststück fertig, sowohl im Winter im Biathlon und Skilanglauf als auch im Sommer mit dem Handbike Paralympics-Gold zu gewinnen – insgesamt sechsmal Gold.

Für den 59-jährigen Durst war es bei bereits der fünfte Zeitfahr-WM-Titel. Der zweifache Rio-Paralympicssieger aus Elsdorf hatte nach einem engen Rennen 16 Sekunden Vorsprung vor dem US-Amerikaner Ryan Boyle. Bronze sicherte sich zudem Dreiradfahrerin Jana Majunke vom BPRSV Cottbus.

(dpa)

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