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Nach Douglas-Geständnis: Müssen wir jetzt doch nicht auf Oralsex verzichten?

Die Folgen von Humanen Papillomaviren werden erst langsam bekannt – möglicherweise schützt eine Impfung.

Michael Douglas vor zwei Wochen bei einer Pressekonferenz in Cannes (Foto: Sebastien Nogier/dpa)

Michael Douglas vor zwei Wochen bei einer Pressekonferenz in Cannes (Foto: Sebastien Nogier/dpa)

Hollywood-Star Michael Douglas (68) hat in einem Interview gesagt, dass sein 2010 diagnostizierter und mit einer Chemotherapie besiegter Kehlkopfkrebs von Viren verursacht wurden, die er sich beim Oralverkehr eingefangen hat (ROLLINGPLANET berichtete). Douglas ist mit der Schauspielerin Catherine Zeta-Jones verheiratet.

Bevor es Beschwerden gibt, dass solch ein vermeintlich schlüpfriges Thema auf ROLLINGPLANET behandelt wird: Sex gehört dazu – ebenso für Menschen mit Behinderung. Wir sind schließlich keine geschlechtslosen Wesen, die nur daran interessiert sind, die UN-Behindertenrechtskonvention auswendig zu lernen. Auch in unseren Kreisen soll es gelegentlich Oralverkehr geben.

Zur Normalität von Menschen mit Behinderung gehört es also, dass wir aus aktuellem Anlass über Oralsex schreiben – zumal es eine wichtige Frage der Gesundheit ist (siehe auch ROLLINGPLANET-Bericht: Das Tabuthema: Geschlechtskrankheiten nehmen zu).

Verantwortlich für zahlreiche Tumore

Nach Auskunft des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg wird erst langsam bekannt, dass mehrere Krebsarten durch Humane Papillomaviren (HPV) übertragen werden. „Schätzungen zufolge wird rund ein Drittel der Mund-Rachen-Tumoren durch die Viren ausgelöst“, sagte eine Sprecherin am Montag.

Zum Glück sei der so verursachte Krebs deutlich besser behandelbar als bei anderen Ursachen. Schutz könne möglicherweise die Impfung bieten, die auch vor Gebärmutterhalskrebs durch HPV schütze. Das sei aber noch nicht sicher.

(RP/dpa)

Gesundheit & Medizin
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