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Nach einem Gebet müssen auch Behinderte irgendwo schlafen. Amen

Zum Jubiläum „30 Jahre Kirchentag Barrierefrei“ werden rund 2500 Menschen mit Behinderung erwartet. Nun werden die ersten Kojen belegt.

Gottesdienst beim Kirchentag (Archivfoto 2007, Köln: Evangelische Kirche in Deutschland)

Gottesdienst beim Kirchentag (Archivfoto 2007, Köln: Evangelische Kirche in Deutschland)

Die ersten Kojen für Besucher des Evangelischen Kirchentags in Hamburg werden seit Dienstag belegt. Die Zuteilung der Gäste ist ein aufwendiges Verfahren: In mühevoller Kleinarbeit werde sichergestellt, dass jeder Gast einen passenden Schlafplatz bekommt.

„Die Bettenzuteilung ist wie Puzzeln: ein Gast mit Tierhaarallergie kann nicht zu einem Katzenzüchter, ein Haus ohne Aufzug ist keine geeignete Unterkunft für eine Rollstuhlfahrerin. Durch Handarbeit stellen wir sicher, dass sich alle Beteiligten wohl fühlen“, sagte Abteilungsleiter Thomas Kieckbusch am Dienstag in Hamburg.

Bisher wurden in Hamburg und Umland 9934 Schlafplätze gemeldet. Unter dem Motto „Koje frei?“ sucht der Kirchentag für die Zeit vom 1. bis 5. Mai insgesamt 12.000 Privatquartiere.

Kirchentag und Inklusion

Rund 2500 Menschen mit Behinderung werden zum Großereignis erwartet, das 2013 das Jubiläum „30 Jahre Kirchentag Barrierefrei“ feiert. Ein eigenständiges thematisches Zentrum werde Inklusion als wichtiges gesellschaftliches Anliegen vorstellen. „Für alle Menschen soll der Kirchentag Erlebnis und Ereignis sein. Umfassende Teilhabe – auch Inklusion genannt – ist eine Herausforderung, der sich der Kirchentag aus Überzeugung stellt“, schreiben die Veranstalter.

„Barrierefreiheit ist für uns der Weg, um Inklusion zu erreichen: Für Menschen mit Rollstuhl, für Menschen für Sinnesbehinderung, für Menschen mit Lernschwierigkeiten und für alle, die in ihrem Wunsch nach Teilhabe Behinderung erleben.“

(RP/dpa)

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