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Nach erstem Todesfall in Deutschland: Was muss ich über Coronaviren wissen?

Weltweit sind erst 16 Fälle bekannt, 9 Patienten haben es nicht überlebt. Experten befürchten eine Übertragung von Mensch zu Mensch.

Das Coronavirus unter einem Mikroskop (Foto: dpa)

Das Coronavirus unter einem Mikroskop (Foto: dpa)

Ein an dem gefährlichen Coronavirus erkrankter Mann ist in München gestorben. Der 73-Jährige sei einem Kreislaufschock infolge der Infektion erlegen, teilte das Städtische Klinikum am Dienstag mit. Er habe bereits an einer schweren Vorerkrankung gelitten.

Der Mann war nach Angaben des Robert-Koch-Instituts in Berlin am 19. März aus einer Klinik in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emirate nach Deutschland verlegt worden. Am 23. März wurde die Infektion mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen. Weltweit sind erst 16 Fälle bekannt, 9 Patienten starben.

Eine Übertragung des Erregers von Mensch zu Mensch scheint möglich zu sein, glaubt die Weltgesundheitsorganisation WHO. „Wir wissen nicht, ob die Fälle, die wir beobachten, die Spitze des Eisbergs sind oder ob viel mehr Menschen infiziert sind, ohne schwere Krankheitssymptome zu zeigen“, sagt der Mikrobiologe Dr. Volker Thiel.

Was sind Coronaviren?

Coronaviren können bei vielen Tierarten Infektionen auslösen. Beim Menschen verursachen Erreger dieser Gattung vor allem Erkältungskrankheiten. Sie werden durch Tröpfcheninfektion – also beim Niesen, Husten oder Sprechen – übertragen.

Auch das Sars-Virus gehört zu der großen Erregergruppe. Infizierte bekamen grippeähnliche Symptome wie Fieber und Kopfschmerzen. Der Weltgesundheitsorganisation zufolge starb während der Sars-Epidemie 2002/2003 etwa jeder zehnte Infizierte.

Coronaviren sind kugelförmig. Durch Anhänge auf der Oberfläche ähneln sie winzigen Kronen – daher der Name der Virusgruppe. Sie wird in Alpha-, Beta- und Gamma-Coronaviren unterteilt. Das Sars Virus gehört zu den Beta-Coronaviren.

Das neue gefährliche Coronavirus kann die Immunabwehr in den Atemwegen des Menschen ähnlich leicht umgehen wie bestimmte Erkältungs- oder Sars-Viren. Die WHO empfiehlt Patienten mit schweren Atemwegserkrankungen und ungewöhnlichen Symptomen, sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Spezielle Behandlungsmaßnahmen gibt es bisher indes keine.

(RP/dpa)

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