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Nach Protest von Eltern von Kindern mit Downsyndrom: Otriven zieht Werbespot zurück

Das ging in die Nase: Der Schnupfenspray-Anbieter muss sich für Videoclips entschuldigen, deren Hauptdarsteller offensichtlich zweideutig behinderte Menschen imitieren.

Screenshot vom Otriven-Werbespot

ROLLINGPLANET vermutet: Da hatte wohl ein Werber einen ziemlich offenen Mund, als er für Otriven des Pharmakonzerns Novartis kreativ werden sollte.

Eine so genannte virale Marketing-Kampagne, die Otriven über das Internet verbreitete, hat zu heftigen Protesten unter anderem von Eltern von Kindern mit Downsysndrom geführt. So ist in einem der Clips ein Mann zu sehen, der mit offenem Mund an einer Bushaltestelle wartet. Die Assoziation, dass es sich dabei um einen behinderten Menschen handelt – ohne dass dies so ausgesprochen wird –, ist offensichtlich gewollt. Der vermeintliche Kalauer lautet: “ „You look dumber with your mouth open“ („Mit offenem Mund siehst du dümmer aus.“).

Inzwischen hat das Unternehmen sich entschuldigt, wie die taz berichtet, und den Spot von seiner Facebook-Seite wieder heruntergenommen. Bei YouTube kann man ihn jedoch noch sehen (siehe unten).

Entdeckt aufgrund eines twitter-Eintrags von Inklusion jetzt!

Video

21. März 2012: Das Video ist nicht mehr verfügbar. Es wurde vom Nutzer von YouTube entfernt – offensichtlich sensibilisiert durch den Internationalen Downsyndrom-Tag.

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