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Nachgehakt: Aktionsplan der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV)

Die DGUV hat umfangreiche Taten angekündigt, um einen Beitrag zum Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung zu leisten. Verblüffend: Mehrkosten sollen dabei nur selten entstehen. Lautet das Motto also: Wo ein Wille ist, da ist auch ein kostengünstiger Weg?

Die gesetzliche Unfallversicherung versichert rund 75 Millionen Menschen in Deutschland gegen Unfall- und Gesundheitsrisiken bei der Arbeit, in Bildungseinrichtungen und im Ehrenamt. Ihr Dachverband DGUV hat einen umfangreichen Aktionsplan zur Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention beschlossen, der von 2012 bis 2014 realisiert werden soll (ROLLINGPLANET berichtete: UN Behindertenrechtskonvention: Gesetzliche Unfallversicherung macht Action).

In diesen fünf Feldern will die DGUV Flagge zeigen: Bewusstseinsbildung, Barrierefreiheit, Partizipation, Individualisierung und Vielfalt, Lebensräume und Inklusion.

Kein eigenes Budget

Stefan Boltz, Foto: DGUV

Das klingt eindrucksvoll – da haben wir uns natürlich spontan erst mal gefragt, wie viel die Gesetzliche Unfallversicherung für diese Maßnahmen ausgibt. In den meisten Fällen gar nichts, lautet die verblüffende Antwort.

Stefan Boltz, stellvertretender Pressesprecher der DGUV, erklärt gegenüber ROLLINGPLANET:

„Ein eigenes Budget ist für den Aktionsplan nicht vorgesehen. Das ist aber auch nicht notwendig. Wir gehen davon aus, dass ein großer Teil der Maßnahmen, die der Aktionsplan umfasst, voraussichtlich keine Mehrkosten verursachen wird. Zudem entfalten viele Maßnahmen des Aktionsplans ihre Wirkung in den jeweiligen Strukturen und Projektabläufen – das tun sie an verschiedenen Stellen bereits bei derzeit schon laufenden Projekten. Diese Wirkung spiegelt sich dann auch im jeweiligen Projektbudget wider.

An den Stellen, an denen sich aufgrund des Aktionsplans höhere Kosten ergeben können – zum Beispiel durch den barrierefreien Bau von Verwaltungsgebäuden -, ist deren Höhe bisher noch nicht bezifferbar. Sollten Mehrkosten anfallen, so fallen diese innerhalb des jeweiligen Haushaltstitels an.“

Zum Themenschwerpunkt Inklusion in Unternehmen

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