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Neue Fachkommission Inklusion in Niedersachsen

Sozialministerin Cornelia Rundt und Karl Finke, Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderung, „wollen Inklusion mit Leben füllen.“

Sozialministerin Cornelia Rundt (Partei und Foto: SPD)

Sozialministerin Cornelia Rundt (Partei und Foto: SPD)

FinkeNiedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt und Karl Finke (kleines Foto), Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderungen, haben heute die Fachkommission Inklusion eingesetzt. „Über Inklusion reden viele. Aber wir wollen Inklusion mit Leben füllen“, sagten Rundt und Finke laut einer Mitteilung.

Ziel der neu gegründeten Fachkommission sei es, konkrete Schritte zur Umsetzung gelebter Inklusion auszuarbeiten. Der Überarbeitungsprozess des Aktionsplans zur Umsetzung des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen soll durch die Kommission gesteuert werden.

„Alle Lebensbereiche unter die Lupe nehmen“

„Die Fachkommission wird alle Lebensbereiche von Menschen mit und ohne Behinderung unter die Lupe nehmen. Gemeinsam werden wir schauen, wo sich was verändern muss, damit Menschen mit Behinderung ganz selbstverständlich in der Mitte der Gesellschaft leben können“,betonte die Ministerin. „Die Kommission wird daher ganz bewusst pluralistisch besetzt sein.“ Die in diesem Zusammenhang zu verwirklichende Inklusion habe für die Landesregierung einen hohen Stellenwert, so Rundt.

„Menschen mit Behinderungen sind als Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung bisher nicht oder nur in geringem Umfang vertreten“, bedauerte Karl Finke. Inklusion und Partizipation heiße, dies aufzugreifen und systematisch die Mitentscheiderinnen und Mitentscheider aufzubauen.

Verschiedenheit als Normalität

Für Finke erkennt Inklusion die Verschiedenheit der Menschen als Normalität an: „Wir legen dabei besonderen Wert darauf, die Meinungen der Praktikerinnen und Praktiker einzuholen. Und wir blicken über den Tellerrand administrativer Zuständigkeiten hinaus.“

Zahlreiche Menschen mit und ohne Behinderungen, Selbsthilfegruppen, Wohlfahrtsverbände und andere Akteurinnen und Akteure stünden ab sofort mit Rat und Tat zur Seite.

Die Zivilgesellschaft entscheide mit, so Finke. „Wir werden die Politik in die Pflicht nehmen bei dem übergeordneten Ziel, die UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen und in Deutschland mit Leben zu füllen. Dabei werden auch verbindliche Zielvereinbarungen Thema sein.“

Schlüsselfragen der Zukunft

Barrierefreiheit und direkte Teilhabe aller Menschen seien die Schlüsselfragen unserer Zukunft. Inklusive Bildung, die Überprüfung des Landesblindengeldes und die Stärkung ehrenamtlicher Tätigkeit auch für behinderte Menschen durch entsprechende Assistenz, sollten nach dem Willen von Finke kurzfristig geregelt werden.

Der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen leitet, koordiniert und strukturiert die Arbeit der Fachkommission. Er wird hierbei vom Sozialministerium unterstützt, das gleichzeitig die organisatorischen Abläufe gewährleistet und dem die Geschäftsführung obliegt.

(PM)

Inklusion
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