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Neue GEW-Chefin: „Inklusive Bildung lautet das Gebot der Stunde“

Inklusion gehört zum Drei-Punkte-Programm von Marlis Tepe.

Die neue Gewerkschaftsvorsitzende Marlis Tepe mit Gastredner Jürgen Trittin von den Grünen (Foto: GEW)

Die neue Gewerkschaftsvorsitzende Marlis Tepe mit Gastredner Jürgen Trittin von den Grünen (Foto: GEW)

Die neue Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marlis Tepe, hat zu Beginn ihrer Amtszeit ein Drei-Punkte-Programm vorgestellt. „Inklusion, Krippenausbau und ein Tarifvertrag für angestellte Lehrkräfte stehen auch mit Blick auf die Bundestagswahl ganz oben auf meiner Agenda. Alle Reformanstrengungen bleiben jedoch Makulatur, wenn sie nicht solide durchfinanziert sind“, betonte Tepe am Freitag während des 27. Gewerkschaftstages der GEW mit 432 Delegierten in Düsseldorf.

Politik in die Pflicht genommen

„Inklusive Bildung in Einrichtungen mit Ganztagsangeboten lautet das Gebot der Stunde – aus bildungs-, sozial- und familienpolitischen Gründen. Wir fordern die Politik auf, die materiellen und personellen Rahmenbedingungen für den Umbau des selektiven Bildungssystems zu einem inklusiven bereitzustellen“, sagte Tepe. „Ein Bildungssystem, das alle Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen mitnimmt und bestmöglich individuell fördert. Dafür brauchen die Lehrenden mehr Zeit Denn: Gute Bildung ist ein Menschenrecht.“

40 Milliarden extra gefordert

Die 59-jährige Lehrerin aus Schleswig-Holstein hatte sich am Donnerstagabend in einer Kampfkandidatur als neue Chefin der mit über 266.000 Mitgliedern größten deutschen Bildungsgewerkschaft durchgesetzt. Ihr Vorgänger Ulrich Thöne (62), der sich nach acht Jahren nicht zur Wiederwahl stellte, hatte zum Auftakt des Gewerkschaftskongresses (endet am Sonntag) jährlich 40 Milliarden Euro zusätzlich für Ganztagsschulen, kleinere Klassen und Inklusion gefordert.

(RP/dpa)

Inklusion in Schulen
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