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Neue Software: Stephen Hawking kann schneller arbeiten

Künftig sollen auch andere Menschen mit Behinderung von der Intel-Entwicklung profitieren.

Heute in London: Stephen Hawking (Foto: dpa)

Heute in London: Stephen Hawking (Foto: dpa)

Dank einer neuen Computer-Software kann der britische Physiker Stephen Hawking (72) schneller und einfacher kommunizieren. „Diese technische Entwicklung hat das Potenzial, das Leben von behinderten Menschen in aller Welt zu verbessern“, sagte Hawking am Dienstag in London. „Sie macht es möglich, dass ich jeden Tag das tun kann, was ich liebe zu tun.“ Hawking ist an der Muskelkrankheit ALS erkrankt und seit Jahrzehnten auf den Rollstuhl angewiesen.

Das System basiert auf einem Infrarot-Sensor in der Brille des Wissenschaftlers. Mit Bewegungen seiner Gesichtsmuskulatur kann er Computer-Befehle geben. Intel will das System im Januar als Open Source kostenlos verfügbar machen. Viele Menschen mit Behinderungen könnten davon profitieren, sagte die leitende Ingenieurin Lama Nachan.

Drei Jahre lang getüftelt

An diesem Dienstag stellte Intel auf einer Pressekonferenz seine neue Entwicklung vor. (Foto: EPA/Christobal Garcia/dpa

An diesem Dienstag stellte Intel auf einer Pressekonferenz seine neue Entwicklung vor. (Foto: EPA/Christobal Garcia/dpa

Stephen Hawking hielt dazu eine Rede. (Foto: EPA/Christobal Garcia/dpa)

Stephen Hawking hielt dazu eine Rede. (Foto: EPA/Christobal Garcia/dpa)

Der Softwarehersteller Intel hat mit Hawking gemeinsam drei Jahre lang an der Entwicklung des neuen Systems gearbeitet. „Wir haben die Sprechgeschwindigkeit von Stephen verdoppelt“, sagte Lama Nachan. Die Computerstimme des weltbekannten Astrophysikers bleibe die alte. Andere Anwendungen, etwa das Öffnen von Computer-Dokumenten, kann der Ausnahme-Wissenschaftler sogar bis zu 15 Mal schneller ausführen als mit seinem alten System.

„Mein altes System war 20 Jahre alt und ich fand es zunehmend schwieriger, effektiv zu kommunizieren“, sagte Hawking. „Dieses System verändert mein Leben – und ich hoffe, es wird mir die nächsten 20 Jahre gute Dienste erweisen“, sagte der 72-Jährige.

(dpa)

Intel-Video zu Hawkings Kommunikationssystem

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