Neue Vereinbarung: Olympia und Paralympics rücken weiter zusammen

Die Marke Paralympics und ihre finanzielle Stabilität sollen gestärkt werden.

„Ich bin hocherfreut“: IPC-Präsident Sir Philip Craven (Foto: dpa)

„Ich bin hocherfreut“: IPC-Präsident Sir Philip Craven (Foto: dpa)

Olympische Spiele und Paralympics rücken weiter zusammen. 52 Tage vor Beginn der Wettkämpfe in Rio de Janeiro haben das Internationale Olympischen Komitee (IOC) und das Internationale Paralympics Komitee (IPC) am Dienstag ihre Zusammenarbeit mit einer Absichtserklärung, einem sogenannten Memorandum of Understanding, langfristig vertieft. Durch die bis 2032 laufende Vereinbarung sollen unter anderem die Marke Paralympics stärker in den Blickpunkt gerückt und die finanzielle Stabilität der Paralympics Bewegung sichergestellt werden.

„Das IOC und das IPC teilen das gleiche Ziel, die Welt durch den Sport zu einem besseren Ort zu machen, und ich freue mich auf die Zusammenarbeit unserer beiden Organisationen Hand in Hand, um das zu erreichen“, sagte der deutsche IOC-Präsident Thomas Bach nach der Unterzeichnung des Papiers.

Nicht nur ein Stück Papier

IPC-Präsident Sir Philip Craven kündigte an, dass die Vereinbarung in den kommenden Wochen noch in Details ausgearbeitet wird. „Ich bin hocherfreut, dass sich das IPC und das IOC auf die Prinzipien und die Vision hinter dieser langfristigen Vereinbarung geeinigt haben, das die Paralympische Bewegung in den kommenden Jahren weiter stärken und unterstützen wird“, sagte der Brite.

Das vorangegangene Memorandum of Understanding war vor den Olympischen Spielen 2012 in London unterzeichnet worden. Erstmals hatten beide Sportorganisationen für die Paralympics 2000 in Sydney ihre gemeinsamen Prinzipien herausgestellt – das war nicht einfach nur ein Stück Paper, sondern ein Akt mit weitreichenden Folgenden. Ein Jahr darauf wurde vertraglich festgelegt, dass die Bewerbung für die Olympischen Spiele auch eine Bewerbung für die anschließenden Paralympics sein muss.

Seit 1988 (Sommer) bzw. 1992 (Albertville) werden für die Paralympics die gleichen Sportanlagen genutzt wie für Olympia. Bei den Paralympics 2012 in London starteten 4.237 Sportler aus 164 Nationen und es wurden 2,78 Millionen Eintrittskarten verkauft. In Rio werden zwischen dem 7. und 18. September rund 4.350 Sportler aus mehr als 160 Ländern in 22 Sportarten um Medaillen kämpfen.

(RP/dpa)

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