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Neue Verkehrs-App soll Blinden den Weg weisen

„InMoBS“ gilt als die bislang präziseste elektronische Verkehrs-Navigation ihrer Art.

Die Verkehrs-App „InMoBS“ will den technischen Durchbruch schaffen  (Foto: Ole Spata/dpa)

Die Verkehrs-App „InMoBS“ will den technischen Durchbruch schaffen (Foto: Ole Spata/dpa)

Blinde Fußgänger könnten sich in Zukunft von einer besonders genauen Navigations-App durch den Verkehr lotsen lassen. Noch ist die neue Anwendung aber ein Prototyp und nicht massentauglich, sagte der Koordinator des Projekts „InMoBS“ (Innerstädtische Mobilitätsunterstützung für Blinde und Sehbehinderte), Steffen Axer, heute in Braunschweig. Das System funktioniere bislang in einem rund vier Quadratkilometer großen Testbereich.

Die sprechende App könne im Stadtverkehr die Position auf fünf Meter genau angeben, bislang liege die Genauigkeit bei 15 bis 20 Meter. Außerdem wisse die App beispielsweise, wann eine Ampel auf Grün schaltet oder wo ein abgesenkter Bordstein ist, sagte Axer, der an der Technischen Universität in Braunschweig forscht.

Laut Deutschem Blinden- und Sehbehindertenverband, der an der Entwicklung beteiligt war, ist die neue App die bislang präziseste elektronische Verkehrs-Navigation für Blinde. „ InMoBS“ wurde vom Bundeswirtschaftsministerium mit 1,9 Millionen Euro gefördert.

Steffen Axer von der TU Braunschweig (r.) richtet dem blinden Gerhard Renzel) die Verkehrs-App „InMoBS“ auf einem Smartphone ein. Am Arm trägt Renzel einen GPS- Empfänger, der den Standort, zusammen mit dem Smartphone, genau bestimmen kann. (Foto: Ole Spata/dpa)

Steffen Axer von der TU Braunschweig (r.) richtet dem blinden Gerhard Renzel) die Verkehrs-App „InMoBS“ auf einem Smartphone ein. Am Arm trägt Renzel einen GPS- Empfänger, der den Standort, zusammen mit dem Smartphone, genau bestimmen kann. (Foto: Ole Spata/dpa)

(dpa)

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