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Neuer Service – Deutsche Post fragt Menschen mit Behinderung: Wie geht es?

Viel Geld für etwas Menschlichkeit. Ein Gastkommentar von Ulf Meinke (WAZ).

Die Deutsche Post testet einen neuen Service...

Die Deutsche Post testet einen neuen Service…

Ein paar persönliche Worte für etwa 40 Euro im Monat: Ein kleines bisschen Menschlichkeit will sich die Deutsche Post gut bezahlen lassen. „Post Persönlich“ nennt der Bonner Briefkonzern ein Betreuungsangebot, das es ab Anfang Juli in den Ruhrgebietsstädten Gelsenkirchen und Mülheim geben soll. Zielgruppe sind ältere oder behinderte Menschen, bei denen die Postboten regelmäßig klingeln und nachfragen sollen, wie es denn geht. Vor allem an besorgte Angehörige scheint sich das Angebot zu richten.

Mag sein, dass es für eine solche Dienstleistung tatsächlich einen Markt gibt. Dennoch versprüht die Geschäftsidee eine gewisse Tristesse. Schon beim Namen „Post Persönlich“ fängt es an. Ist denn die Deutsche Post sonst unpersönlich? Früher soll es das Schwätzchen an der Haustür gratis gegeben haben. Ach ja, sonntags lässt sich übrigens niemand an der Haustür der Post-Persönlich-Kunden blicken. An diesem Tag werden schließlich auch keine Briefe zugestellt. In dieser Logik gibt es Menschlichkeit eben nur werktags.

(RP/ots)

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5 Kommentare

  • Juliane Braun

    Und stecken das Paket oder Päckchen dann in die Packstation, wo man als Rolli-Fahrer nicht ran kommt.

    25. Juni 2014 at 15:44
  • Nikole Müller

    Ich frage mich manchmal, ob die unternehmen ihre „serviceangebote „ernst meinen und /oder, ob sichs bei solchen“offerten „um satire handelt. Bis vor einem jahr hatte ich nen postboten, , der ohne viel „aufhebens „meine post/paeckchen/packete mitnahm..am naechsten tag wegen der bezahlung klingelte. Klar..ich habe auch gefragt „wie gehts ihnen „? Erst musste dieser , serviceorientierte postmitarbeiter teilzeit arbeiten, jetzt ist er meines wissens erwerbslos..hm, hat sich die post geaergert, das der freundliche postbote das trinkgeld bekam ?? Heute..nach EINEM zustellversuch muss ich 8km in die stadt zuggeln, um mein packet /paeckchen auf der postfiliale zu holen…oder, der vormittag ist „gelaufen „, , denn so puenktlich, das man die uhr danach stellen kann , sind die neuen postzusteller, die immer wechseln ,natuerlich nicht…die kommen auch mal nach 15uhr.“

    25. Juni 2014 at 17:42
  • Gaby Burk-Pöhlmann

    … und wenn man nicht daheim ist – stellt er die persönliche Post beim Nachbarn zu?

    26. Juni 2014 at 07:22
  • Gabi H.

    Es gibt die Möglichkeit sich das Paket in die Wunschfiliale liefern oder an einem selbst bestimmten Ort ablegen zu lassen. So kann man die Filiale auf dem Heimweg von der Arbeit ansteuern, oder lässt sich die Sendung in die Garage legen. Alles kein Problem.
    Die meisten Paketboten bei DHL klappern x Nachbarn ab um vormittags jemanden zu finden der zu Hause ist, da man nur 5% der Sendungen benachrichtigen – also in Paketbox oder Filiale abgeben – darf.

    Und bitte woher soll der Paketbote wissen, dass der Empfänger im Rollstuhl sitzt und daher nicht die Paketbox nutzen kann? Also irgendwann ists mit dem Gejammer auch mal gut.

    26. Juni 2014 at 15:36
  • Astrid Klinkmüller

    So weit ist es schon – armes Land!

    1. Juli 2014 at 18:08

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