Neues Smartphone Doro 820 Mini Claria für blinde Menschen

Design, HD Voice, Hörgerätekompatibilität und OCR-Kamera: Das Gerät will serienmäßig mit mehreren barrierefreien Funktionen punkten.

Das neue Doro 820 Mini Claria (Pressefoto)

Das neue Doro 820 Mini Claria (Pressefoto)

Gemeinsam mit dem Partner Claria (ehemals Telorion) bringt Doro, eigenen Aussagen zufolge führender Anbieter von einfach zu bedienenden Mobiltelefonen, ein Smartphone für blinde und sehbehinderte Menschen auf den Markt. Das Doro 820 Mini Claria, so der Hersteller, sei als erstes serienmäßiges Smartphone exakt auf die Bedürfnisse und Wünsche einer Zielgruppe zugeschnitten, in der allein in Europa fast 30 Millionen Personen betroffen sind.

Das Doro 820 Mini Claria basiert auf dem Doro Liberto 820 Mini und bietet ergonomisches Design, HD Voice und Hörgerätekompatibilität, Griffigkeit und physikalische Tasten. Diese Eigenschaften werden um das Claria Vox System erweitert, das aus dem glatten Touchscreen eine Oberfläche mit fühlbaren Referenzpunkten mit physikalischen „Markierungen“ macht. Diese ermöglichen, dass man allein durch den Tastsinn exakt weiß, an welcher Stelle die Finger den Touchscreen gerade berühren. Damit soll die Hemmschwelle blinder und sehbehinderter Menschen sinken, ein modernes Smartphone zu nutzen.

Die Claria Vox Software enthält auch eine sprachbasierte Schnittstelle. Die Smartphone-Kamera dagegen fungiert als „intelligentes Auge“ des Mobilgeräts. Die Kamera nutzt OCR (optische Zeichenerkennung), um dem Anwender Texte vorzulesen, laut Anbieter erkennt und benennt sie Farben, etwa von Geschenken oder Kleidungsstücken. Auch andere Funktionen sind sprachgeführt. Dazu gehören unter anderem der MP3-Player, E-Mail, Web-Browser und eine Buchvorlese-App.

(RP/PM)

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1 Kommentar

  • dasuxullebt

    Hm. Also ich muss sagen, ich hätte mir unter einem „Smartphone für Blinde“ jetzt was anderes vorgestellt. Ich habe schon auf normalen Android-Smartphones interessehalber mit der accessibility bridge gearbeitet (als Informatiker finde ich es wichtig auch zumindest ein wenig über accessibility zu wissen), und das ging eigentlich ziemlich gut, solange die Apps wenigstens halbwegs sinnvoll geschrieben waren. Aber gut, natürlich lässt man das am Besten die Zielgruppe entscheiden, und ich nehme an, die haben sie befragt.

    12. Oktober 2015 at 11:16

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