„New Urban Agenda“ verabschiedet: Nachhaltige Stadtentwicklung geht nicht ohne Inklusion

Im Rahmen der UN-Konferenz mit 52.000 Teilnehmern wurde auch ein besonderes Kunst-Event durchgeführt.

Aus der Vogelperspektive: Mehr als 130 Menschen haben das Wort „Inclusion“ geformt. (Foto: Q Spectra & World Enabled)

Aus der Vogelperspektive: Mehr als 130 Menschen haben das Wort „Inclusion“ geformt. (Foto: Q Spectra & World Enabled)

Aus Anlass der Verabschiedung der „New Urban Agenda“ führte in Quito (Ecuador) das globale Netzwerk DIAUD (Global Network on Disability Inclusion and Accessible Urban Development) ein einmaliges Kunst-Event durch: Mehr als 130 Menschen formten das Wort „Inclusion“. Aus Deutschland war unter anderem die Essener Organisation bezev (Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit e.V.) beteiligt. Bei der Kulturaktion wurden die Teilnehmer von John Quigley unterstützt. Vor fünf Jahren machte der Künstler Schlagzeilen, als er für Greenpeace eine gigantische Abbildung von da Vincis „vitruvianischer Mensch“ auf dem abschmelzenden arktischen Meereis baute, um auf den fortschreitenden Klimawandel hinzuweisen.

In der New Urban Agenda wird die Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigung oder Behinderung in 15 Paragraphen erwähnt. Außerdem beinhaltet die Agenda einen eigenen Paragraphen, der fordert, dass die New Urban Agenda bei allen Aspekten die Belange von Menschen mit Beeinträchtigung/Behinderung berücksichtigen soll.

Hintergrund

Vom 17. bis 20. Oktober 2016 fand die UN-Konferenz für Nachhaltige Stadtentwicklung HABITAT III in Quito mit 52.000 TeilnehmerInnen statt. Die New Urban Agenda soll eine nachhaltige Stadtentwicklung in den nächsten 20 Jahren auf den Weg bringen. Die Vereinten Nationen schätzen, dass bis 2050 70 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben wird.

Nach der Klima-Konferenz im Dezember 2015 ist die UN HABITAT III eine Konkretisierung von Artikel 11 (Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig machen) der Agenda 2030 und der Nachhaltigen Entwicklungsziele.

(RP/PM)

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