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„Nicht nur große Töne tun“: Jugendliche packen an für Kinder mit Behinderung

CISV Mainz-Wiesbaden räumt auf, um ein Spielplatzgelände barrierefrei und sicherer zu machen. Die Veranstalter berichten über ihren Freiwilligentag.

17 Jugendliche bei ihrem ehrenamtlichen Engagements (Foto: IFB)

Jugendliche der Organisation CISV, building global friendship (vormals „Children’s International Summer Villages“), aus Mainz, Wiesbaden und Darmstadt haben am 7. Juni 2012 (Fronleichnam) freiwillig mit angepackt und sich ehrenamtlich im „Känguru-Land“ des Vereins IFB Inklusion durch Förderung und Betreuung e.V. engagiert. Ziel des Freiwilligentags war eine Aufräumaktion, bei der morsche Holzpfähle beseitigt werden sollten, um das barrierefreie Spielplatzgelände in Wiesbaden-Erbenheim für Kinder mit Behinderung sicherer zu machen.

Namensgeber für das Motto der Aktion „Ma-Wi-Da-helfen“ waren die Städte, aus denen die insgesamt 17 Jugendlichen kommen, die an Fronleichnam kräftig für den guten Zweck angepackt haben: Mainz, Wiesbaden, Darmstadt. „Anpacken – und nicht nur große Töne tun!“, das wollten die freiwilligen Helferinnen und Helfer im Alter von 15 bis 25 Jahren, die zu Axt, Pickel, Spaten und Hacke griffen und bei über 20 Grad und Sonnenschein ordentlich ins Schwitzen kamen. Ziel war die Sanierung der verrotten Holzstümpfe am Grillplatz des „Känguru-Lands“, das heißt, die rund 50 Stümpfe aus der Verschalung herauszuklopfen, klein zu hacken und zu entsorgen. Da war Muskelkraft gefordert!

„Wir brauchen freiwilliges Engagement“

Gabriele Groh-Leu

Gabriele Groh-Leu, als Geschäftsleiterin der Interessengemeinschaft für das Ehrenamt e.V. (IFDE) verantwortlich für ehrenamtliche Tätigkeit innerhalb des Vereins IFB e.V., freut sich über die freiwillige Tatkraft der Jugendlichen. „Ohne ehrenamtliche Unterstützung könnte unser Verein nicht seit über 50 Jahren die Leistungen in der Behindertenarbeit erbringen, für die der IFB e.V. in Wiesbaden, im Rheingau-Taunus-Kreis, im Main-Taunus-Kreis, in Leipzig und in Südafrika geschätzt wird“, unterstreicht Groh-Leu die Notwendigkeit solcher Einsätze.

„Das Ehrenamt bei der IFDE hat viele Gesichter: Eine Lesepatenschaft in der Kindertagesstätte, ein regelmäßiger Besuch zu einem Gespräch bei einem körperbehinderten Erwachsenen, Freizeitgestaltung von behinderten Kindern und Jugendlichen, Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen im Hospiz oder die kreative Unterstützung in einer Initiative im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. In der Regel unterstützen uns Erwachsene. Dass aber auch Jugendliche mitmachen und körperlich so hart arbeiten, wie die Mitglieder des CISV Mainz-Wiesbaden hier und heute, das freut uns sehr“, bedankt sich die IFDE-Geschäftsleiterin bei den freiwilligen Helferinnen und Helfern.

„Engagement ist wie Puderzucker auf dem Kuchen“

In 2012 wurden in den Einrichtungen der IFB-Stiftung von etwa 200 Freiwilligen rund 33.000 ehrenamtliche Stunden geleistet. „Ehrenamtliches Engagement erbringen wir zusätzlich zu den Leistungen des IFB e.V. für die Menschen, die wir betreuen. Es ist eine Steigerung der persönlichen Lebensqualität von Menschen mit Behinderung“, erklärt Gabriele Groh-Leu. „Ich sage immer: Ehrenamt bei der IFDE ist wie Puderzucker – den Streuselkuchen liefert der IFB schon.“

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