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Nichtraucherschutz: Selbstbestimmung adé – oder viel Rauch um nichts?

Ab 1. Mai 2013 darf in nordrhein-westfälischen Gaststätten nicht mehr geraucht werden. Lothar Epe qualmt vor Wut.

Ab Mai sind in Nordrhein-Westfalen auch gesonderte Raucherräume nicht mehr erlaubt (Foto: Jenny Barth/pixelio.de)

Ab Mai sind in Nordrhein-Westfalen auch gesonderte Raucherräume nicht mehr erlaubt (Foto: Jenny Barth/pixelio.de)

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Im November 2012 hat der Landtag in Düsseldorf mit den Stimmen von SPD und Grünen ein umfangreiches Rauchverbot beschlossen, das zum 1. Mai 2013 in Kraft tritt. Bislang geltende Ausnahmen für Raucherclubs oder Eckkneipen wurden gestrichen.

Damit sind nahezu alle bisher noch existierenden Schlupflöcher für das Rauchen in der Öffentlichkeit gestopft. Gemeinsam mit Bayern hat Nordrhein-Westfalen nun eines der härtesten Rauchverbote in Deutschland, während die Berliner sagen: Rauchverbot? Det is mir schnurz piepe

Viel Rauch um nichts? Von wegen. Anstatt zu versuchen, für einen Ausgleich von Nichtrauchern und Rauchern zu sorgen, hat die rot-grüne Regierungskoalition populistisch darauf geschielt, wie sie die größere Wählerklientel bedienen kann. Und nun steht zu befürchten, dass sich die Fronten noch mehr verhärten.

Wer zwingt Nichtraucher?

Betrachten wir das aber mal von der praktischen Seite: Niemand wird gezwungen, als Nichtraucher in ein Lokal zu gehen, in dem geraucht wird. Tut er das trotzdem und beschwert sich dann, dass es ja nach Rauch stinkt und dadurch die Gesundheit gefährdet wird, ist er in gewisser Weise nicht ganz bei Trost. Böse Zungen behaupten sogar, er hat sie dann nicht alle auf der Reihe. Die Auswahl an Lokalen, in denen nicht geraucht wird, ist schließlich groß genug.

Damit kein Missverständnis aufkommt: Niemand, der bei Verstand ist, bestreitet ernsthaft, dass Rauchen ungesund ist. Und jeder sollte Verständnis dafür haben, dass sich ein Nichtraucher durch den Qualm von Zigaretten belästigt fühlt.

Wo ist der mündige Bürger?

Soll der Bürger jetzt aber vollständig entmündigt werden? Worauf es ankommt, ist gegenseitige Rücksichtnahme. Und die ist auch sehr gut möglich ohne eine derart weitgehende Beschneidung der Persönlichkeitsrechte.

Das neue Nichtraucherschutzgesetz ist eine schallende Ohrfeige für das grundgesetzlich verbriefte Recht auf Selbstbestimmung. Nicht nur für den Raucher, sondern für jeden Bürger. Denn wer weiß, was der Politik in ihrer Regelungswut in Zukunft noch alles einfällt, um den Bürger zu bevormunden.

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3 Kommentare

  • Lothar Epe

    Und jetzt kann man Kneipen in Köln, in denen geraucht wird, auf derWebseite der Stadt anschwärzen. Das hatten wir doch schon mal, das mit dem Anschwärtzen von bösen Menschen? Wann war das doch noch gleich?

    4. Mai 2013 at 09:04
  • Renner, Rupert

    Rauchen kann tödlich sein, das steht auf jeder Packung, aber für Analphabeten schwer verständlich, nicht nur für Analphabeten !!!!!!!!!

    23. Juli 2013 at 15:23
  • carolastoehr

    es steht zu befürchten , das der „nichtraucherschutz „nur ein exempel ist , bei dem man raten kann /soll, wie es weiter gehen wird, was die persönliche freiheit , aber auch die denkfähigkeit des einzelnen und solche „tugenden „wie „gegenseitige rücksichtnahme „toleranz „angeht.

    braucht man dann auch nicht mehr, ist ja alles bis aufs kleinste in vorschriften gegossen , man muss nur wissen , wo der paragraph steht , den man dann nach „gusto „anführen kann .

    was kommt als nächstes ?

    der schutz der „schwarzhosenträger „vor „bunthosenträgern „wegen des unerträglichen anblicks mancher farbkombination ???????????:) 🙂

    1. August 2013 at 07:51

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