Niedersachsen: Neuer Namen für Schwerbehindertenausweis gesucht

Sozialministerium startet Kreativ-Wettbewerb. Das findet ROLLINGPLANET schwer in Ordnung, wenngleich es nur um die Hülle geht.

Die 14-jährige Hannah aus Pinneberg (Schleswig-Holstein) wollte keinen Schwerbehindertenausweis mehr. Sie schlug stattdessen einen „Schwer-in-Ordnung-Ausweis“ vor. (Foto: twitter)

Die 14-jährige Hannah aus Pinneberg (Schleswig-Holstein) wollte keinen Schwerbehindertenausweis mehr. Sie schlug stattdessen einen „Schwer-in-Ordnung-Ausweis“ vor. (Foto: twitter)

Vielen Menschen mit Schwerbehinderung geht es wie Hannah aus Pinneberg in Schleswig-Holstein: Sie empfinden die Bezeichnung „Schwerbehindertenausweis“ als diskriminierend. Die 14-Jährige mit Down-Syndrom verdeutlichte das in einem Gedicht und sorgte mit der Umbenennung ihres Schwerbehindertenausweises in „Schwer-in-Ordnung-Ausweis“ für Furore.

Die niedersächsische Landesregierung setzt nun ein Zeichen und sucht einen anderen Namen für eine kostenfreie Hülle des Schwerbehindertenausweises, mit der die Bezeichnung des Ausweises überdeckt wird. Aussehen und Name des Ausweises selbst könnten „nicht ohne weiteres“ geändert werden, da beides bundesrechtlich geregelt sei.

Einsendeschluss ist 31.1.2018

Zwar haben bereits bei der Inklusionskonferenz „Ich bin dabei! Wie können wir Inklusion in Niedersachsen noch besser umsetzen?“ Anfang Dezember 2017 in Hannover die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Vorschläge für die Beschriftung der neuen Einsteckhülle des Schwerbehindertenausweises abgegeben. Da der Teilnehmerkreis auf der Inklusionskonferenz aber begrenzt war, sollen nun alle in Niedersachsen lebenden Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit haben, Vorschläge für eine Bezeichnung der Schwerbehindertenausweishülle einzureichen.

Eine Jury, bestehend unter anderem aus Sozialministerin Dr. Carola Reimann, der Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen, Petra Wontorra, sowie Vertreterinnen und Vertretern von Menschen mit Behinderungen, wird dann den Vorschlag auswählen, der künftig eine transparente Ausweishülle schmücken soll.

Vorschläge können bis zum 31. Januar 2018 eingereicht werden:

– per E-Mail an Aktionsplan.Inklusion@ms.niedersachsen.de

– oder per Post an das
Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
Hannah-Arendt-Platz 2
30159 Hannover

(PM)

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