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Noch eine Behinderung: Induratio penis plastica (ein krummer Schniedelwutz)

Was Mann tun sollte, wenn er knotige Verhärtungen im Penis hat.

Manchmal ist krumm, was eigentlich gerade sein sollte (Foto: Rolf Handke/pixelio.de)

Manchmal ist krumm, was eigentlich gerade sein sollte (Foto: Rolf Handke/pixelio.de)

Knotige Verhärtungen im männlichen Glied können erste Anzeichen einer erworbenen Penisverkrümmung (Induratio penis plastica, IPP) sein. Die Erkrankung zeigt sich durch einen Knick im Penisschaft. Sie kann Sex erschweren oder sogar unmöglich machen und führt bei vielen Männern zu einem enormen Leidensdruck, wie die Deutsche Gesellschaft für Urologie (GDU) in Düsseldorf erläutert.

Wer Verhärtungen in seinem Penis bemerkt, sollte frühzeitig einen Facharzt aufsuchen, um andere Krankheiten ausschließen und alle Therapieoptionen ausschöpfen zu können. Viele Männer suchten aber erst einen Urologen auf, wenn die Erektion schmerzvoll und die Verkrümmung des Penis bereits eingetreten ist, erklärt der IPP-Spezialist Prof. Michael Sohn. Er rät Patienten, beim ersten Arztbesuch Fotos des erigierten Penis aus allen Blickwinkeln mitzubringen.

Ursachen noch weitgehend unbekannt

In der akuten Phase der Erkrankung bekommt der Betroffene Medikamente. In der schmerzfreien stabilen Phase, die meist nach einem Jahr eintrete, verforme sich der Penis nicht weiter, sagt Sohn. Dann kommen unterschiedliche Operationen in Betracht, deren Vor- und Nachteile genau abgewogen werden sollten.

Die Ursache einer Penisverkrümmung ist der DGU zufolge noch weitgehend unbekannt, es gibt mehrere Erklärungsansätze. Über die Häufigkeit der Erkrankung gebe es keine gesicherten Zahlen. Meist tritt die Erkrankung nach dem 35. Lebensjahr auf. Auch nach Jahren der Stabilität könne es zu einem weiteren Schub kommen. Knapp die Hälfte aller betroffenen Männer (48 Prozent) hätten Depressionen.

(dpa/tmn)

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