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Notfalls einen Eimer Wasser in die Toilette stellen

(Foto: Jürgen-Acker/pixelio.de)

Eine Expertin gibt Tipps: Was Demenzkranken hilft, sich in der Wohnung weiterhin geborgen zu fühlen.

Wer einen Demenzkranken in seinem Haushalt betreut, kann diesem die Orientierung mit Gegenständen aus weit zurückliegender Zeit erleichtern und ihm dadurch ein vertrautes Zuhause schaffen. Beispiel: Mit einem 50 Jahre alten Sessel können noch Erinnerungen verbunden sein oder mit einem Röhrenradio, alten Fotos oder etwa mit dem geblümten Bettüberwurf aus der Aussteuer.

Solche Angebote „bieten ihnen Zuflucht in eine Welt, in der sie sich noch auskennen“, erklärt die Wohnberaterin Petra Bank vom Verein für Gemeinwesen und Sozialarbeit Kreuzviertel e.V., Dortmund, im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“.

Was problematisch ist: Oft müssen aus Sicherheitsgründen Veränderungen zu Hause vorgenommen werden. Dies kann Demente so sehr verunsichern, dass Angehörige dies sensibel abwägen sollten. Um zu erkennen, was dem Dementen nützt oder ängstigt, müssen sie sich intensiv in dessen Gedankenwelt hineinversetzen und ihn gut beobachten.

Erschrickt er etwa oft vor seinem Spiegelbild, sollten Spiegel mit einem Tuch verdeckt werden. Und kommt er zum Beispiel nicht mehr mit der Toilettenspülung zurecht, steht besser ein Eimer Wasser dort – wie früher eben.

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