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Nur noch arm und nicht mehr sexy? Berlin kürzt Budget für Inklusion

Bildungssenatorin behauptet, dass es trotzdem große Fortschritte geben wird.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (Foto: SPD)

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (Foto: SPD)

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hat Vorwürfe der Opposition zurückgewiesen, Berlin wolle das Konzept zum gemeinsamen Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern nicht umsetzen.

Der rot-schwarze Senat werde auch auf Basis des aktuellen Haushalts große Fortschritte in diesem Bereich machen, versprach Scheeres am Donnerstag im Abgeordnetenhaus.

Die Regierungsfraktionen von SPD und CDU hatten das Budget für die Barrierefreiheit in Schulen und Fortbildungen gekürzt. „Ja, wir gehen den Schritt langsamer, aber Inklusion findet statt, Schritt für Schritt“, sagte Scheeres.

Konzepte für Schwerpunktschulen

Derzeit wird der Bildungssenatorin zufolge schon jedes zweite Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Berlin in einer Regelschule unterrichtet. Jetzt sollten in den Bezirken zusätzlich Beratungszentren eingerichtet und Lehrer besser ausgebildet werden.

Zudem sollten Konzepte für geplante Schwerpunktschulen entwickelt werden. Das in den Haushaltsverhandlungen erstrittene Geld für die bauliche Sanierung von Schulen solle unter anderem „in Richtung Barrierefreiheit“ gelenkt werden.

Möglicherweise bleibt Berlin also doch sexy: Im ROLLINGPLANET-Ranking der inklusiven Bundesländer liegt die Hauptstadt derzeit immerhin auf Platz 3 mit einem Anteil von 47,3 Prozent Schülern mit Förderbedarf, die Regelschulen besuchen.

(RP/dpa)

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