Österreich will Hitlers Geburtshaus enteignen

Die Besitzerin weigerte sich, es behindertengerecht umbauen zu lassen.

Das Geburtshaus Adolf Hitlers in Braunau am Inn (Foto: Wikipedia/Thomas Ledl, CC-BY-SA 4.0)

Das Geburtshaus Adolf Hitlers in Braunau am Inn (Foto: Wikipedia/Thomas Ledl, CC-BY-SA 4.0)

Österreich will die Eigentümerin des Geburtshauses von Adolf Hitler enteignen lassen. Nach jahrelangen, erfolglosen Verhandlungen über die Nutzung des leerstehenden Hauses in Braunau am Inn in Oberösterreich habe sich das Innenministerium dazu entschlossen, hieß es am Freitag.

Der Weg zur Enteignung soll nun konkret geprüft werden. Das Ministerium muss dazu auch eine Gesetzesänderungen vornehmen. Einen entsprechenden Bericht der „Oberösterreichischen Nachrichten“ (Samstag) bestätigte ein Sprecher des Ministeriums.

Lange Zeit eine Behindertenwerkstatt

Die bisherigen Gespräche mit der Eigentümerin Gerlinde Pommer hätten kein Ergebnis gebracht. „Wir haben in den vergangenen Jahren gesehen, dass die Enteignung der einzige Weg ist, um eine Nutzung des Gebäudes im Sinne einer nationalsozialistischen Wiederbetätigung ausschließen zu können“, sagte der Sprecher. Pommer soll eine Entschädigung erhalten. Kaufangebote für das Haus an der deutsch-österreichischen Grenze lehnte sie bisher immer ab.

Das Ministerium ist seit 1972 Hauptmieter. Bis 2011 befand sich in dem Haus eine Behindertenwerkstatt des Sozialvereins Lebenshilfe. Die Besitzerin weigerte sich damals, das Haus behindertengerecht umbauen zu lassen. Seitdem steht das Gebäude leer, für das der österreichische Staat weiterhin monatlich rund 4800 Euro Miete zahlt.

(dpa)

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1 Kommentar

  • Andreas Lindlar

    Ich wäre für abreißen.

    10. April 2016 at 10:46

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