Olympia: Schade, Pistorius verpasst das Finale – und ein Deutscher nervt

21.51 Uhr, das erste Halbfinale im 400-Meter-Lauf ist vorbei. Es hat nicht gereicht, leider.

Oscar Pistorius kurz vor seinem Start beim heutigen Halbfinale (Foto: dpa)

Der beidseitig unterschenkelamputierte 400-Meter-Läufer Oscar Pistorius ist im Halbfinale bei den Olympischen Spielen in London gescheitert. Der auf Carbonprothesen angewiesene Südafrikaner und viermalige Paralympics-Sieger wurde mit 46,54 Sekunden Letzter seines Rennens. Sieger Kirani James aus Granada war fast zwei Sekunden schneller.

Pistorius, der von den 80.000 Zuschauern begeistert gefeiert wurde, war auch vor einem Jahr bei der WM in Daegu im Halbfinale ausgeschieden.

Schon in Südkorea hatte der 25-Jährige mit seiner nicht unumstrittenen Teilnahme für ein Novum gesorgt. Er hatte sich das Startrecht 2008 vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) erstritten. Pistorius wird auch in der südafrikanischen 4×400-Meter-Staffel laufen (Donnerstag kommender Woche) und in drei Wochen bei den Paralympics starten.

Kurz vor dem Rennen ließ das ZDF auch wieder den deutschen Obermotzki und Pistorius-Gegner zu Wort kommen: Helmut Digel, schwäbisches Councilmitglied im Leichtathletik-Weltverband (IAAF), durfte seine Kritik wiederholen, dass er die Startberechtigung für den Südafrikaner wegen möglicher Vorteile durch die Prothesen für eine Fehler halte und Menschen mit Behinderung nichts bei den Olympischen Spielen zu suchen haben. Hätte gerade noch gefehlt, dass er sagte, mein lieber Oscar, Olympics und Paralympics sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

(dapd/RP)


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