Online-Umfrage: Warum trägt mehr als die Hälfte der schwerhörigen Menschen kein Hörgerät?

Forscher warnt: Falsches Tragen von Hörgeräten erhöht Unfallgefahr.

Prof. Frieder Lang

(dpa/lby) – Wer Hörhilfen aus ästhetischen Gründen ablehnt oder ein schlecht eingestelltes Gerät im Ohr trägt, riskiert möglicherweise Unfälle: „Neben Missverständnissen und Konflikten mit Angehörigen kann die Schwerhörigkeit auch mit vermehrten Unfallrisiken im Alltag einhergehen oder zu sozialer Isolation führen“, erläuterte Altersforscher Frieder Lang von der Universität Erlangen-Nürnberg in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

So könnten Schwerhörige Geräusche oftmals erst verspätet wahrnehmen, weil Hörgeräte einige Zeit zum „Hochfahren“ bräuchten. Sie würden dann überrascht und könnten etwa leicht erschrecken und stürzen.

(Nicht-)Nutzung im Alltag

Warum mehr als die Hälfte der schwerhörigen Menschen dennoch kein oder kein wirklich hilfreiches Hörgerät trägt, dem will der Forscher mit einer Online-Studie auf die Spur kommen. Mit seinem Team will er die Nutzung von Hörgeräten im Alltag untersuchen: „Wir wollen verstehen, wann das Hörgerät zu besserem Hören beiträgt.“

Die Studie ist noch bis 30. Juni unter www.gerotest.de zugänglich. Die Befragung im Internet erfolgt nach Angaben des Instituts anonym und dauert etwa 30 bis 45 Minuten.

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