Paralympics ohne Russland: Deutsches Team erhält acht Plätze mehr

Noch größere Delegation als in London. ROLLINGPLANET nennt die Sportler/innen, die jetzt nach Rio de Janeiro mitdürfen.

Einer von acht Nachzüglern des deutschen Paralympics-Teams:  Balwinder Cheema. (Foto: Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern)

Einer von acht Nachzüglern des deutschen Paralympics-Teams: Balwinder Cheema. (Foto: Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern)

Die deutsche Mannschaft darf nach dem Ausschluss des russischen Teams nicht nur, wie bisher angenommen, sechs, sondern sogar acht zusätzliche Athleten zu den Paralympics in Rio de Janeiro schicken. Das gab das Nationale Paralympische Komitee am Donnerstagabend bekannt.

Nachnominiert wurden die Leichtathleten Denis Schmitz (24 Jahre, RSG Bönen) und Léon Schäfer (19, Bayer Leverkusen), Radsportler Thomas Schäfer (35, Nordharzer RSG Bad Harzburg), Fechter Balwinder Cheema (37, Makkabi Rostock), Judoka Oliver Upmann (28, 1. Mannheimer JC), Tischtennis-Spielerin Lena Kramm (19, BSV München), Ruderer Johannes Schmidt (34, Offenbacher RG Undine) sowie Reiterin Carolin Schnarre (24, Sportfreunde Lotte). Damit gehören jetzt 155 Sportler zum deutschen Team. Damit ist das deutsche Team größer als vor vier Jahren in London (151). Alle Namen der bisher nominierten Rio-Wettkämpfer/innen finden ROLLINGPLANET-Leser/innen hier.

Bundespräsident am Flughafen

„Wir freuen uns, dass weitere Athletinnen und Athleten den Weg nach Rio antreten können und hoffen, dass auch sie ihre sportlichen Ziele in Rio erreichen werden,“ sagte der Chef de Mission, Karl Quade. „Wir werden selbstbewusst und mit viel Herzblut nach Rio reisen“, betont Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS).

Die Paralympics finden vom 7. bis 18. September in Brasilien statt. Das deutsche Team wird bereits am Mittwoch zuvor von Bundespräsident Joachim Gauck auf dem Frankfurter Flughafen verabschiedet. Der Internationale Sportgerichtshof CAS hatte den Ausschluss aller russischen Sportler bestätigt. Hintergrund sind die Enthüllungen über ein massiven Doping-System in dem Land.

(RP/dpa)

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