Paralympics-Sieger Rehm: Nichts Genaues weiß man nicht

Alles wie gehabt – keine eindeutigen Ergebnisse durch Studie, und IAAF will sich immer noch nicht einem Gespräch stellen.

Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften am 26. Juli 2014 im Donaustadion in Ulm: Markus Rehm beim Weitsprung. (Foto: Sven Hoppe/dpa)

Deutsche Leichtathletik-Meisterschaften am 26. Juli 2014 im Donaustadion in Ulm: Markus Rehm beim Weitsprung. (Foto: Sven Hoppe/dpa)

Paralympics-Sieger Markus Rehm hat durch seine Unterschenkelprothese am rechten Bein beim Weitsprung keine gravierenden Vor- oder Nachteile im Vergleich mit Athleten ohne Behinderung. Das ist das Ergebnis einer Studie von Wissenschaftlern aus Köln, Japan und den USA. „Zu diesem Zeitpunkt kann nicht eindeutig ausgesagt werden, dass die Prothese von Markus Rehm ihm beim Weitsprung einen oder keinen Gesamtvorteil bietet“, hieß es am Montag im schriftlichen Resümee.

„Ich möchte keinen Vorteil haben“, sagte der 27 Jahre alte Rehm im Deutschen Sport & Olympia Museum in Köln. Seinen Olympia-Start in Rio de Janeiro will er nicht unbedingt einklagen. „Das ist nicht mein erster Weg.“ Stattdessen fordert er die Vertreter des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF auf, sich endlich einem gemeinsamen Gespräch zu stellen. Friedhelm Julius Beucher, der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes, sagte: „Am Zug ist jetzt die IAAF. Sie muss aus der Deckung heraus.“

Ausführlicher Bericht: Paralympics-Sieger Rehm fordert die Inklusions-Feiglinge des IAAF heraus

(RP/dpa)

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