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Paralympicssieger Teuber will Chimborazo bezwingen – und ein Zeichen setzen

Er wäre der erste Mensch mit Behinderung, der vom Gipfel des 6278 Meter hohen Bergs grüßt. Risikolos ist das nicht.

Michael Teuber (Foto: Privat/Facebook)

Michael Teuber (Foto: Privat/Facebook)

Paralympicssieger Michael Teuber sucht sein nächstes Abenteuer. Als erster Bergsteiger mit Behinderung will der 49-Jährige den 6278 Meter hohen Chimborazo in den ecuadorianschen Anden besteigen. Gut vier Monate nach seinem fünften Paralympics-Gold in Rio fliegt der Rad-Profi am Sonntag mit einer kleinen Gruppe von Begleitern in die ecuadorianische Hauptstadt Quito, um den Mythos im hochalpinen Bergsteigen anzugehen. Die Expeditionsreise wurde auf 13 Tage angesetzt – inklusive Höhenakklimatisation. Expeditionsleiter ist Marco Cruz. Er hat den Chimborazo mehr als 600-mal bestiegen – sein Spitzname deshalb: „Reinhold Messner der Anden“.

Aber es gibt Risiken. „Ich habe Angst davor, mögliche Erfrierungen an den Füßen zu spät zu bemerken, da ich wegen meiner inkompletten Querschnittlähmung meine Beine nicht spüre. Außerdem müssen bis zu 45 Grad steile Gletscherflanken mit Steigeisen erklettert werden, auch hier stoße ich durch meine komplett gelähmten Unterschenkel an meine bergsteigertechnischen Grenzen“, sagt der seit 1987 nach einem schweren Autounfall inkomplett querschnittsgelähmte Athlet. Teuber, der schon den Kilimanjaro und den Teide auf Teneriffa bestieg, will damit auch ein Zeichen für die Inklusion setzen: „Ich will nicht nur über Inklusion reden, sondern sie leben.“

(RP/dpa)

Der inaktive Vulkan Chimborazo – hier im Morgenlicht aufgenommen – ist mit 6278 Metern der höchste Berg in Ecuador (Südamerika). Sein Gipfel hat von allen Punkten der Erdoberfläche die weiteste Entfernung zum Erdmittelpunkt. Der Chimborazo wurde deshalb auch einige Zeit als das „Dach der Welt“ bezeichnet. (Foto: Wikipedia/ Kilobug, CC BY-SA 3.0)

Der inaktive Vulkan Chimborazo – hier im Morgenlicht aufgenommen – ist mit 6278 Metern der höchste Berg in Ecuador (Südamerika). Sein Gipfel hat von allen Punkten der Erdoberfläche die weiteste Entfernung zum Erdmittelpunkt. Der Chimborazo wurde deshalb auch einige Zeit als das „Dach der Welt“ bezeichnet. (Foto: Wikipedia/ Kilobug, CC BY-SA 3.0)

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