""

Paralympicssiegerin Christiane Reppe darf doch zur WM

Nach der peinlichen Anmeldepanne des Deutschen Behindertensportverbandes zeigt sich der Weltverband nachsichtig.

Christiane Reppe nach ihrem Paralympicssieg am 15. September 2016 in Rio de Janeiro. (Foto: Jens Buettner/dpa)

Christiane Reppe nach ihrem Paralympicssieg am 15. September 2016 in Rio de Janeiro. (Foto: Jens Buettner/dpa)

Happy End für Paralympicssiegerin Christiane Reppe. Nachdem die Handbikerin nach einer Anmeldepanne des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) nicht bei der am Donnerstag beginnenden Rad-Weltmeisterschaft im südafrikanischen Pietermaritzburg als Titelverteidigerin hätte starten dürfen, lenkte der Weltverband UCI am Montag nun doch noch überraschend ein. „Ich kann das noch gar nicht fassen, dass ich nun dabei sein darf. Das ist wunderbar und ich bin sehr happy“, sagte die 30-Jährige.

Zuvor war dem deutschen Verband ein ärgerlicher Fauxpas unterlaufen (ROLLINGPLANET berichtete). Der DBS hatte vergessen, sie anzumelden. Reppe, der als Fünfjähriger wegen eines bösartigen Tumors ihr rechtes Bein amputiert wurde, war aus Versehen nicht auf die offizielle Meldeliste geschrieben worden. Eine Mitarbeiterin, die die Liste versendete, hatte das Formular nicht gegengecheckt.

DBS verspricht besseres Kontrollsystem

Obwohl sich der DBS und auch internationale Konkurrentinnen für einen Start Reppes stark machten, lehnte der Weltverband zunächst mit dem Verweis auf die verpasste Meldefrist ab. Und das, wo die Dresdnerin als Favoritin auf Gold im Straßenrennen und Zeitfahren gilt.

Nun kam doch noch die Wende. „Wir haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, um doch noch einen Start zu ermöglichen. Umso erleichterter sind wir, dass es nach dem unermüdlichen Einsatz geklappt hat. Unser Dank gilt der UCI für den Beschluss und Christiane Reppe für ihr sportlich faires Verhalten“, sagte DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher. Der Fehler sei inzwischen intern aufgearbeitet worden, eine Wiederholung solle künftig durch ein besseres Kontrollsystem verhindert werden.

(dpa)

Diesen Artikel teilen:
ROLLINGPLANET

ROLLINGPLANET

Wir sind geil aufs Leben, seriös, oft fröhlich und ironisch, manchmal schräg, hin und wieder ungerecht, aber in den seltensten Fällen ideologisch: ROLLINGPLANET, Deutschlands führendes Online-Magazin für Behinderte, Senioren und Freunde. ROLLINGPLANET ist ein ehrenamtlich realisiertes Non-Profit-Projekt. Wir freuen uns, wenn Sie via Facebook, Twitter oder per Mail ROLLINGPLANET empfehlen. Mehr Infos: Über uns

KOMMENTAR SCHREIBEN