""

Paralympische Spitzensportler werben für mehr Respekt zwischen Menschen mit und ohne Behinderung

Die bundesweite Schulinitiative „Neue Sporterfahrung“ der Deutschen Telekom vermittelt Blindenfußball, Rollstuhlbasketball und gegenseitiges Kennenlernen.

Sebastian Wolk (RSC Frankfurt, rechts ) und Jan Haller (RSV Lahn-Dill, im Hintergrund) in der Sporthalle der Frankfurter Carl-von-Weinberg-Schule (Foto: Deutsche Telekom)

Auf Einladung der Telekom zeigten heute die Nationalspieler und Paralympics-Teilnehmer Johanna Welin (USC München), Sebastian Wolk (RSC Frankfurt) sowie Thomas Böhme und Jan Haller (beide vom aktuellen Championsleague-Sieger RSV Lahn-Dill) jungen Menschen an der Frankfurter Carl-von-Weinberg-Schule die technischen Grundlagen des Rollstuhlbasketballs.

Den Rollstuhl koordinieren, dabei dribbeln und mit einem Korbwurf punkten: Was sportliche Leistungen für Menschen mit Handicap bedeuten, ist den meisten Jugendlichen unbekannt. Ein Zustand, den die Telekom mit der „Neuen Sporterfahrung“ ändern möchte.

Der Projekttag mit Welin, Wolk & Co. ist Teil der Schulinitiative „Neue Sporterfahrung“, die im Oktober 2009 von der Telekom gestartet wurde. Die aktuellen Veranstaltungen mit den paralympischen Spitzensportlern werden in Kooperation mit dem Deutschen Behindertensportverband, dem Deutschen Fußball-Bund, dem Deutschen Rollstuhlsportverband und den jeweiligen Kultusministerien bundesweit durchgeführt.

Tour durch Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland

Zwischen März und Juni 2012 testen rund 6.000 Schüler der Klassen 7 bis 10 an 55 weiterführenden Schulen in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland, wie sich eine Sportart mit Behinderung ausüben lässt. Die jungen Menschen lernen, wie koordinativ anspruchsvoll die Beherrschung eines Rollstuhls mit Ball und wie ungewohnt eine Orientierung ohne Sehvermögen beim Blindenfußball ist.

Sebastian Wolk: „Die Spitzenleistungen von Sportlern mit Handicap brauchen auch außerhalb der Paralympics eine Bühne, um sie ins Bewusstsein der Menschen zu rufen. Gemeinsam müssen wir gerade auch durch solche Projekte die Begeisterung und Freude am und durch Sport in die Öffentlichkeit tragen.“

Nationalspieler Jan Haller ergänzt: „Was zwischen behinderten und nicht-behinderten Sportlern längst zur Normalität geworden ist, sollte sich auch im öffentlichen Bewusstsein widerspiegeln. Die Schüler erfahren, dass mit gegenseitigem Respekt ein faires Miteinander möglich ist – und das nicht nur in der Sporthalle.“

Das Projekt „Neue Sporterfahrung“ gibt Jugendlichen die Möglichkeit, Sport aus der Perspektive eines Behinderten zu treiben. Eine wichtige Erfahrung für das Leben, wie Nationalspielerin Johanna Welin meint: „Das öffentliche Interesse am paralympischen Spitzensport nimmt zu. Jetzt gilt es, diesen Trend auch in die Breite zu tragen. Die neue Sporterfahrung wird den Schülern auch über den Projekttag hinaus neue Denkanstösse geben – da bin ich sicher.“

In wenigen Tagen beginnt die Rollstuhlbasketball-EM

Der Schauplatz des heutigen Projekttages in Frankfurt wird in wenigen Tagen erneut Rollstuhlbasketball der Spitzenklasse beheimaten: Am 19. und 20. Mai findet in der Sporthalle der Carl-von-Weinberg-Schule das EM 2013 PRE Nationenturnier mit den führenden Nationalteams statt. Johanna Welin, Sebastian Wolk, Thomas Böhme und Jan Haller werden dort mit ihren Mannschaftskollegen Deutschland vertreten.


Zum Magazin ROLLINGPLANET PARALYMPICS 2012


Diesen Artikel teilen:
ROLLINGPLANET

ROLLINGPLANET

Wir sind geil aufs Leben, seriös, oft fröhlich und ironisch, manchmal schräg, hin und wieder ungerecht, aber in den seltensten Fällen ideologisch: ROLLINGPLANET, Deutschlands führendes Online-Magazin für Behinderte, Senioren und Freunde. ROLLINGPLANET ist ein ehrenamtlich realisiertes Non-Profit-Projekt. Wir freuen uns, wenn Sie via Facebook, Twitter oder per Mail ROLLINGPLANET empfehlen. Mehr Infos: Über uns

KOMMENTAR SCHREIBEN