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Parasiten im Urlaub – was tun?

Wenn ein Insektenstich nicht abheilt, kann es gefährlich werden.

Barfuß am Strand – das kann lästig werden (Foto: Dieter Schütze/pixelio.de)

Barfuß am Strand – das kann lästig werden (Foto: Dieter Schütze/pixelio.de)

Bemerken Urlauber nach einer Reise in wärmere Regionen einen nicht abheilenden Insektenstich an ihrem Körper, gehen sie am besten umgehend zum Hautarzt. Das gilt auch für ein Hautknötchen, das über Wochen langsam wächst. Denn dahinter kann eine Leishmaniose stecken. Darauf weist der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) in Berlin hin.

Ursache der Infektionserkrankung sind parasitäre Einzeller der Gattung Leishmania, die von Sandmücken übertragen werden können. Unbehandelt führt die Infektion erst zu kirschgroßen Knoten und dann zu Geschwüren in der Haut, die nur sehr schwer abheilen. Früher wurde sie auch als Orient- oder Aleppobeule bezeichnet.

Hakenwürmer und Sandflöhe

Vor allem an den Fußsohlen macht sich ein anderer Parasit bemerkbar, den sich Urlauber insbesondere beim Barfußlaufen am Strand zuziehen, der mit Hunde- oder Katzenkot verschmutzt ist. Darin stecken oft Hakenwürmer (Larva migrans cutanea), die sich in die menschliche Haut graben und zu stark juckenden Entzündungen führen können. Erkennbar ist die Infektion an rötlichen, geschlängelten Linien, erläutert der BVDD. Allerdings können sich die Larven in der menschlichen Haut nicht weiterentwickeln und sterben nach einiger Zeit ab.

Ähnlich unangenehm sind auch Sandflöhe, deren Weibchen zur sogenannten Tungiasis führen. Sie dringen vor allem in die Haut der Füße, zwischen den Zehen oder unter den Nägeln ein, legen dort Eier ab und sterben dann. Es bilden sich langsam wachsende Knoten, die jucken und in denen laut dem BVDD der Hinterleib des Weibchens zu sehen ist. Oft eitert die Infektion. Am besten weisen Patient mit unerklärlichen Hautveränderungen ihren Arzt auf die zurückliegende Reise hin.

(dpa)

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