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Patientenschützer begrüßen OLG-Urteil zur Assauer-Scheidung

Krankheit und Selbstbestimmung: „Alzheimer-Patienten werden nicht automatisch zum Spielball anderer Interessen.“

Ex-Fußballmanager Rudi Assauer (Foto: dpa)

Ex-Fußballmanager Rudi Assauer (Foto: dpa)

Patientenschützer haben die Gerichtsentscheidung zur Scheidung des Alzheimer-Patienten Rudi Assauer (ROLLINGPLANET berichtete) begrüßt. „Damit wird deutlich, dass die Wünsche und Wertvorstellungen von Alzheimer-Patienten nicht durch die Krankheit automatisch zum Spielball anderer Interessen werden“, betonte die Deutsche Stiftung Patientenschutz am Dienstag.

„Kein Akt der Lebensbegrenzung“

Die Patientenschützer weisen darauf hin, dass eine in gesunden Tagen abgefasste Patientenverfügung den Willen auch in der Erkrankung durchzusetzen hilft. „Der größte Teil der Bevölkerung glaubt jedoch, dass eine Patientenverfügung allein ein Akt der Lebensbegrenzung ist. Das ist falsch“, heißt es weiter.

„Unmissverständlich geäußert“

Das Oberlandesgericht in Hamm hatte die Scheidung des heute 69-jährigen ehemaligen Managers von Schalke 04 von seiner rund 20 Jahre jüngeren Ehefrau bestätigt, obwohl er sich im Verlauf seiner fortschreitenden Krankheit nicht mehr abschließend zur Scheidung äußern konnte (Aktenzeichen: 3 UF 43/13). Assauer habe aber bei der ersten Trennung seinen Scheidungswunsch unmissverständlich geäußert, befand das Gericht.

(dpa)

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