Pertti Kurikan Nimipäivät stürzt überraschend ab

Die vier finnischen Punkmusiker verpassen das ESC-Finale.

Pertti Kurikan Nimipäivät (Foto: ESC)

Pertti Kurikan Nimipäivät (Foto: ESC)

Von wegen „Mitleidsbonus“, den einige im Vorfeld argwöhnisch befürchtet hatten: Die 2009 gegründete Band Pertti Kurikan Nimipäivät hat es beim Halbfinale Nummer 1 des Eurovision Song Contest (ESC) am Dienstagabend nicht geschafft, sich als einer der ersten zehn Teilnehmer für die Endrunde am Samstag zu qualifizieren – dabei war PKN vor dem gestrigen Auftritt noch hoch gehandelt worden. Die Buchmacher sahen die finnischen Musiker gar auf Platz 6.

Für die vier Punker mit Behinderung (3 x Down-Syndrom, 1 x Autismus: Gitarrist Pertti Kurikka, Sänger Kari Aalto, Bassist Sami Helle und Schlagzeuger Toni Välitalo) war es ein schneller Auftritt – sie lieferten den mit einer Minute und 40 Sekunden kürzesten Song der ESC-Geschichte: „Aina mun pitää“ (zu Deutsch: Ich muss immer, siehe Video unten).

Dass das Quartett ausschied, bestätigte die Prognose von BennyBenny auf PrinzBlog: „Man könnte auch sagen, bevor der Song richtig losgeht, ist er auch schon wieder vorbei. Das dürfte das Haupthindernis dafür sein, dass sich der Song auf den vorderen Plätzen wiederfindet.“

Am Donnerstag tritt die Rollstuhlfahrerin Monika Kuszynska im zweiten Halbfinale für Polen an. Dann dürfen auch die Deutschen im Gegensatz zu gestern zum Telefonhörer greifen und mitwählen.

(PM)

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1 Kommentar

  • Sabine Schaetzle

    Das tut mir leid für die Jungs, aber soooo toll ist der Song auch wirklich nicht. Und es gibt auch sowas wie positive Ausgrenzung.

    20. Mai 2015 at 13:10

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