Pflegekosten auch als haushaltsnahe Dienstleistung absetzbar

Urteil des Bundesfinanzhofs: Steuererstattung von bis zu 4000 Euro möglich.

Lohnsteuerhilfevereine empfehlen, sich vom Finanzamt Geld zurückzuholen (Foto: Alexandra H./pixelio.de)

Lohnsteuerhilfevereine empfehlen, sich vom Finanzamt Geld zurückzuholen (Foto: Alexandra H./pixelio.de)

Pflegekosten wirken sich meist steuermindernd aus. In der Regel können Steuerzahler die Krankheitskosten beim Finanzamt als außergewöhnliche Belastung angeben. Sollten die Aufwendungen die Grenze der zumutbaren Belastungen jedoch nicht überschreiten, können Steuerpflichtige sie als haushaltsnahe Dienstleistungen beim Finanzamt angeben. Darauf weist der Neue Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL) hin. Dadurch ist eine Steuererstattung von bis zu 4000 Euro möglich.

Hintergrund: Der Bundesfinanzhof urteilte jüngst, dass das Finanzamt Krankheitskosten nur als außergewöhnliche Belastung akzeptieren muss, wenn diese die zumutbare Belastung übersteigen (Az.: VI R 32/13 und VI R 33/13). Als solche gilt der Betrag, den jeder selber zahlen muss. Er liegt zwischen ein bis sieben Prozent der Einkünfte. Die Höhe variiert je nach Einkommenshöhe, Familienstand und Kinderzahl.

(dpa/tmn)

Diesen Artikel teilen:
ROLLINGPLANET

ROLLINGPLANET

Wir sind geil aufs Leben, seriös, oft fröhlich und ironisch, manchmal schräg, hin und wieder ungerecht, aber in den seltensten Fällen ideologisch: ROLLINGPLANET, Deutschlands führendes Online-Magazin für Behinderte, Senioren und Freunde. ROLLINGPLANET ist ein ehrenamtlich realisiertes Non-Profit-Projekt. Wir freuen uns, wenn Sie via Facebook, Twitter oder per Mail ROLLINGPLANET empfehlen. Mehr Infos: Über uns

KOMMENTAR SCHREIBEN