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Pfui, Teufel! Jetzt noch mehr weibliche Orgasmen auf ROLLINGPLANET

Auch wenn einige geschockt sind: Menschen mit Behinderung interessieren sich sogar für Sex.


Legendäre Orgasmus-Szene mit Meg Ryan in „Harry und Sally“

Es soll verkniffene Männer mit grauen Bärten geben (Insider wissen, wen wir meinen), die furchtbar erschrecken, wenn Menschen mit Behinderung sich für Sex interessieren und dass ein Orgasmus im linken Fuß beginnen kann, wie es bis vor kurzem einer 55-jährigen Niederländerin passierte.

ROLLINGPLANET legt nach: Hier sind weitere weibliche Orgasmen, nicht nur fürs Sommerloch. Und dieses Mal vorsichtshalber ohne jegliche Ironie, damit es auch jeder versteht.

Jede Frau kommt nun mal anders

„Heute komme ich eigentlich jedes Mal zum Orgasmus, wenn ich mit meinem Freund schlafe. Mit ihm habe ich auch den ersten gemeinsamen Höhepunkt erlebt – das war schon sehr, sehr schön. Ich bin der festen Überzeugung, dass man sich da nicht selber stressen sollte – jede Frau kommt nun mal anders. Ich freue mich jedenfalls schon nach der ersten Sekunde des Vorspiels auf meinen Orgasmus!“ (Nina, 27, Quelle: freundin)

Kopfkino ist besonders wichtig

„Ich mache mir selten Druck. Aus diesem Grund komme ich relativ leicht. Ob ich mich nun mit meinem Vibrator befriedige oder nur meine Finger nehme, der klitorale Orgasmus kann sehr schnell kommen. Ich finde dabei das Kopfkino besonders wichtig.“ (Larissa, 29, Quelle: freundin)

Oral funktioniert immer

„Ich glaube, ich hatte meinen ersten Orgasmus, bevor ich überhaupt wusste, was das genau ist. Ich habe mich immer an verschiedenen Sachen gerieben – angefangen bei meinem Lieblingsstofftier (heimlich nachts unter der Bettdecke), dann war kein Kissen mehr sicher vor mir und schließlich musste auch noch der Badewannenrand dran glauben. Als mich meine Mutter dabei erwischt hat – ich muss so 14 Jahre alt gewesen sein – nahm das Ganze erstmal vor Scham ein abruptes Ende. Meinen ersten Orgasmus mit einem Mann hatte ich oral, das funktioniert immer“ (Chrissy, 29, Quelle: freundin)

Orgasmus via Skype

„Den intensivsten Orgasmus meines Lebens hatte ich, als ich meinen Freund zwar sah, aber nicht spüren konnte: Wir führen eine Fernbeziehung und telefonieren öfter über Skype mit Webcam. Einmal sagte er mitten im Gespräch, wie sexy er mich fände. Er bat mich, mein Shirt auszuziehen. Ich kam mir zwar etwas blöd vor und zögerte anfänglich, tat es aber doch. Er betrachtete meine nackten Brüste, und ich sah ihm an, dass es ihn erregte. Als auch er nackt war, entspannte ich mich und wurde mutiger. Ich fing an, mich mit meinem Vibrator zu stimulieren, und auch er begann, an sich herumzuspielen. Dazu heizten wir uns verbal an mit Dirty Talk.“ (Anna, 29, Quelle: Jolie)

Orgasmus bei der Geburt

„Es war bestimmt nicht der beste Orgasmus, den ich je hatte – aber mit Sicherheit der überraschendste. Ich erreichte den Gipfel der Lust zu einem Zeitpunkt, als ich eigentlich Schmerzen hätte haben müssen: bei der Geburt meines ersten Kindes. (…) Sobald sich das Baby durch den Geburtskanal bewegte, waren die Schmerzen komplett weg. Stattdessen spürte ich – mitten im Kreißsaal – eine Welle der Erregung. Ich war so verblüfft, dass mir kein Laut über die Lippen kam. Dabei hätte ich laut schreien können vor Lust.“ (Griselda, 48, Quelle: Jolie)

Nichts geht ohne UN-Behindertenrechtskonvention

„Ich saß in meinem Rollstuhl, als ein Fremder mir die Bluse aufknöpfte, an meinen Brustwarzen rieb und mir aus der UN-Behindertenrechtskonvention vorlas – das verursachte den schönsten Orgasmus meines Lebens.“ (Franziska Schmahl, 84, frei erfunden von ROLLINGPLANET)

Das war es mir wert

„Sex in der Öffentlichkeit – das ist etwas für weniger Schüchterne, dachte ich, bis ich es selbst ausprobierte. Es geschah auf dem Nachhauseweg von einer Party: Die S-Bahn war relativ voll, und ich lehnte an der Trennwand zum Sitzabteil, mein Liebster stand direkt vor mir. Wir waren ein bisschen betrunken und knutschten, als hätten wir uns gerade erst kennengelernt. Da spürte ich plötzlich seine Hand. Er streichelte mich durch die Jeans durch, mit sehr viel Druck. Zuerst versuchte ich, ihn abzuwehren, doch er blieb hartnäckig. Mir wurde heiß. Ich wollte nicht in aller Öffentlichkeit kommen, aber die Situation machte mich gleichzeitig ziemlich an. Er streichelte mich intensiver, presste sich an mich und küsste meinen Hals. Dann überkam es mich, sehr intensiv. Ich stöhnte. Ein paar Mitreisende haben es mitbekommen. Aber das war es mir wert. Noch heute erregt es mich, wenn ich an dieses Erlebnis zurückdenke.“ (Lisa, 26, Quelle: Jolie)

Anatomisches Grundverständnis hilft

„Die klassischen erogenen Zonen einer Frau sind den meisten Männern ja bekannt. Doch als ich mit Markus das erste Mal Sex hatte, überraschte er mich mit einer Massage. Und zwar an einer Stelle, von der ich bislang selbst nicht wusste, welche Gefühle sie auslösen kann. Der Punkt befindet sich im unteren Drittel der Pobacken zwischen dem Hüftkopf (dem Knochen, den man dort ertasten kann) und dem Anus. Dort massierte er mich mit sanftem Druck und kreisenden Bewegungen mehrere Minuten lang. Mich überkam ein intensives Hitzegefühl im Unterleib, und ich fing an, am gesamten Körper heftig zu zucken. Als er kurz darauf in mich eindrang, hatte ich das Gefühl zu explodieren, so intensiv war mein Höhepunkt. Woher mein Schatz diese geheime erogene Zone kennt? Er ist Mediziner. Ich vermute, es liegt an seinem anatomischen Grundverständnis als Arzt.“ (Tanja, 33, Quelle: Jolie)

Fehlt in keinem Orgasmus-Berater: Die elektronische Zahnbürste

„,Kleiner Tipp: Mit einer elektrischen Zahnbürste kann man sich nicht nur die Zähne putzen …‘, verriet mir eine Freundin, der ich erzählt hatte, dass ich keinen Vibrator besitze. Sie hat auch keinen und meinte, sie würde es sich öfter mit der vibrierenden Rückseite des Bürstenkopfs machen. Ein paar Tage später habe ich es ausprobiert – und hatte den heftigsten Orgasmus meines Lebens! Ich musste zwar erst ein wenig rumprobieren, bis ich den richtigen Winkel und Druck für mich fand. Und es dauerte auch etwas, bis ich vergessen konnte, was ich da zwischen den Beinen hielt. Doch mithilfe meines Kopfkinos gelang mir das schließlich und ich kam so lange wie noch nie. Bestimmt fünf Minuten. Ich weiß nicht genau, warum. Vielleicht, weil der Bürstenkopf so perfekt auf meine Klitoris passt.“ (Antje, 20, Quelle: jolie)

Erster Höhepunkt mit 79

„Mein Leben lang kam ich nie zum Orgasmus. Mit meinem Mann nicht, und auch später nicht, als ich schon von ihm geschieden war. Überhaupt hatte ich jahrelang gar keinen engen Kontakt mehr zu Männern, für mich zählte damals nur die Arbeit in meiner Buchhandlung. Als ich in Pension ging, fiel mir die Decke auf den Kopf. Ich bekam Schlafstörungen, hatte Kopfschmerzen. Da gab mir mein Arzt allen Ernstes den Rat, mir einen Liebhaber zuzulegen. Per Inserat begab ich mich auf die Suche. Aus rund 100 Zuschriften wählte ich Robert, der wesentlich jünger als ich war. Er nahm sich Zeit, verwöhnte mich und sagte mir immer wieder, wie schön er mich fände. Nie hätte ich gedacht, dass ich einen Mann so begehren könnte. Mit ihm hatte ich den ersten Höhepunkt – mit 79 Jahren!“ (Elfriede, Quelle: Jolie)

Doppelt wirkt besser – anal und klitorial

„Analsex ist für mich mehr als eine Männerfantasie. Ich stehe total darauf – auch wenn ich dadurch nicht zum Orgasmus kommen kann. Neulich haben mein Freund und ich die Zweifach-Variante ausprobiert: Mit meinem Vibrator habe ich meine Klitoris verwöhnt und ihn mir dann eingeführt. Gleichzeitig spürte ich den Penis meines Liebsten tief im Po …Allein die Vorstellung hat mich kommen lassen – schnell und heftig. Auch für meinen Freund war es noch besser als sonst, denn er konnte die Vibrationen ebenfalls spüren.“ (Tina, 25, Quelle: Jolie)

Das ganze Haus zusammengebrüllt

„Meine eigene extremste Erfahrung war ein Orgasmus, der nicht enden wollte, der fast unerträglich war, ich das ganze Haus in allerhöchster Lautstärke zusammenbrüllte und zwar so lange, bis mein Partner aufhörte, mit zwei Fingern zwei Stellen gleichzeitig zu kitzeln(die ich kenne)… Ich weiss wirklich nicht, wie lange ich in diesem Zustand war… Es ist das unbeschreiblichste Erlebnis, was ich je hatte. Einmal noch wiederholte er es, Monate später und zeigte mir somit, dass es keine Ausnahme war. jaja… Wahnsinn, was es für Zustände gibt, kann ich nur sagen. Und vor allem, wie wenig man dafür braucht… nur eben Wissen. (Amaris, Quelle: med1)

Lasst uns darüber reden

„Ich finde es sehr wichtig, mit seinem Partner darüber reden zu können, was einem beim Sex gefällt und was nicht, zum Beispiel Dirty Talk. Schön ist es auch, wenn der Mann einer Frau einen Orgasmus schenken will. Ich persönlich finde Sex auch ohne zu kommen schön. (Svenja, 30, Quelle: freundin)

(RP)

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