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Pistorius wegen Prozess in Finanznot

Der unter Mordverdacht stehende Paralympics-Star muss Teile seines Besitzes verkaufen, um die Anwalts- und Prozesskosten bezahlen zu können.

Oscar Pistorius (Foto: dpa)

Oscar Pistorius (Foto: dpa)

Laut der britischen „Daily Mail“ hat Oscar Pistorius bereits jetzt Rechnungen in Höhe von über 200.000 Euro zu bezahlen. Um diese zu begleichen, verkaufte er unter anderem Anteile an seinem Rennpferd „Tiger Canyon“. Noch mehr Kosten kommen auf ihn zu, wenn am 4. Juni der Prozess eröffnet wird.

„Er verkauft wegen der Prozesskosten seinen ganzen Besitz“, sagte sein Freund Mike Azzi gegenüber der „Sunday People“. „Wir haben über ein oder zwei Pferde gesprochen. Er bat mich Käufer zu finden, weil er kein eigenes Einkommen mehr hat.“ Sponsoren und Werbekunden wie Nike, Oakley und Thierry Mugler hatten unmittelbar nach Bekanntwerden des Mordvorwurfs ihre Verträge gekündigt.

Pistorius gilt als erster Dollar-Millionär aufgrund seiner Erfolge im Behindertensport. Als gesichertes Vermögen von Oscar Pistorius stehen laut Gericht drei Häuser, Schmuck und Autos fest. Dazu kam bisher ein jährliches Einkommen von 5 Millionen Rand, rund 500.000 Euro. Medien hatten zuvor spekuliert, dass Pistorius im vergangenen Jahr 3,5 Millionen Euro verdient hatte. Doch ein großer Teil davon dürfte bereits weg sein – der Lebensstil von Pistorius gilt als aufwendig.

Anwälte wollen Auflagen lockern

Pistorius wird von der Staatsanwaltschaft beschuldigt, in der Nacht zum Valentinstag am 14. Februar seine 29 Jahre alte Freundin Reeva Steenkamp ermordet zu haben. Der 26-Jährige hatte Steenkamp in seinem Haus durch die geschlossene Toilettentür im Badezimmer erschossen. Seinen Angaben zufolge glaubte er, es sei ein Einbrecher im Haus. Ende Februar war er gegen Kaution in Höhe von 85.000 Euro und strenge Auflagen aus der Haft entlassen worden.

Seine Anwälte stellten nun einen Antrag, um die Auflagen zu lockern. Bei Pistorius bestehe keine Fluchtgefahr, und er sollte die Möglichkeit erhalten, mit offizieller Genehmigung Südafrika zu verlassen, sagten die Anwälte laut „Daily Mail“.

In einer Stellungnahme dementierte die Familie inzwischen Gerüchte, denen zufolge der Angeklagte selbstmordgefährdet sei. Onkel Arnold Pistorius sagte, dass sein Neffe noch Ziele im Leben habe.

(RP/dpa)


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