Politiker fordert „mindestens einen barrierefreien Kinosaal“ pro Stadt

Wolfgang Börnsen (Foto: Karsten Sörensen):

Wolfgang Börnsen (CDU) will, dass bei der anstehenden Novellierung des Filmförderungsgesetzes behinderte Menschen berücksichtigt werden.

Der Gesetzgeber müsse die Rahmenbedingungen für „Kino für alle“ schaffen, sagte heute der CDU-Kulturpolitiker Wolfgang Börnsen (seit 25 Jahren Mitglied des Bundestags). „Das mittelfristige Ziel muss es sein, in jeder Stadt mindestens einen barrierefrei ausgestatteten Kinosaal zu haben.“

Forderung belastet Budgets kaum

Nur etwa ein Prozent der Kinosäle und Filme sind laut Börnsen barrierefrei ausgestattet. Dabei hat er nicht nur Rollstuhlfahrer und bautechnische Hürden im Blick. Insgesamt seien 11,7 Prozent der Bevölkerung gehandicapt, darunter gebe es 1,2 Millionen Blinde und Sehbehinderte.

Die Audiodeskription eines 90-Minuten-Films koste rund 5.000 Euro, die Untertitelung 1.000 Euro. Gemessen an durchschnittlichen Produktionsbudgets von 4,5 Millionen Euro seien dies „sehr kleine Summen“, sagte Börnsen.

(dapd/RP)

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1 Kommentar

  • Tamina Veit

    Schön das der Börnsen sich um Kino´s und ihre Zugänglichkeit kümmert *g. Viel wichtiger aber fände ich seinen Einsatz das es mehr Arztpraxen gäbe die wirklich Barierefrei sind.
    Dies kann man von CDU Politikern sicher kaum erwarten so wie sie sich gegen die Umsetzung der UN-BRK sträuben.

    6. August 2012 at 13:43

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