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Polizei warnt vor neuem, fiesem Trickbetrug mit „Ukash“-Karten

Der Schaden ist hoch und das Geld weg – Opfer sind zumeist Senioren. Wie gehen die Betrüger vor, worauf müssen ROLLINGPLANET-User achten?

Delmenhorst (ots) – Um im Internet gefahrlos bezahlen zu können, ohne seine eigenen Kredit- oder EC-Kartendaten preisgeben zu müssen, bietet das Unternehmen „Ukash“ eine sichere Zahlungsmöglichkeit an. Man erwirbt eine sogenannte „Ukash“ Karte in Höhe von 10, 20, 50 oder 100 Euro. Auf der Karte ist ein 19-stelliger Gutscheincode. Mit diesem Code, der von zahlreichen Firmen akzeptiert wird, kann man auf der jeweiligen Internetseite seine Ware bezahlen.

Doch diese Bezahlmethode birgt auch Gefahren vor denen selbst der Anbieter auf seiner Homepage warnt und Tipps zum sicheren Umgang gibt (www.ukash.com). „Ukash“ funktioniert nämlich wie Bargeld. Ist der Code einmal eingegeben, ist das Geld weg. Unwiderruflich!

Wie funktioniert nun die Masche der Trickbetrüger?

Die Opfer erhalten einen Telefonanruf, in dem ihnen mitgeteilt wird, dass sie eine hohe Summe in einem Gewinnspiel gewonnen hätten. Um diesen Gewinn einlösen zu können, sollen sie an der nächst gelegenen Tankstelle ein oder mehrere „Ukash“ Karten kaufen. Später erhalten die Opfer einen weiteren Anruf, bei dem sie aufgefordert werden, den Gutscheincode vorzulesen, damit man ihnen den Gewinn auszahlen könne. In diesem Augenblick ist das Geld auch schon verloren, denn die Täter geben den Code umgehend im Internet ein, um Waren zu kaufen. Die Opfer dieser Methode sind zumeist ältere Mitbürger.

So jüngst in Delmenhorst und Colnrade geschehen:

Am Mittwoch, 21. September 2011, erhielt ein 72-jähriger Delmenhorster einen solchen Anruf. Er hätte 60.000 Euro gewonnen, aber er müsse „Ukash“ Karten kaufen, damit das Geld überwiesen werden könne. In gutem Glauben erwarb der 72-Jährige „Ukash“ Karten im Wert von 500 Euro. Tags darauf erschien das Opfer bei der Polizei, um den Betrug anzuzeigen.

Ein weiterer Fall ereignete sich gestern, am Mittwoch, 27. September 2011, in Colnrade. Hier wurde eine 68-jährige aus Colnrade in der Samtgemeinde Harpstedt Opfer von unbekannten Tätern. Ihr wurde mitgeteilt, dass sie einen Geldkoffer im Wert von 139.000 Euro gewonnen hätte. Auch hier wurde das Opfer aufgefordert „Ukash“ Karten zu erwerben. Nach Durchgabe der Gutscheincodes beträgt der Schaden 700 Euro. Erst nachdem das Opfer noch weitere Karten erwerben sollte, meldete sich die 68-Jährige bei der Polizei.

Tipps der Polizei

– Ein seriöses Unternehmen wird von Ihnen niemals die Zahlung von Geld fordern, damit sie einen Gewinn ausgehändigt bekommen können.

– Erwerben Sie keine „Ukash“ Karten, um im Anschluss den Gutscheincode an unbekannte Personen weiterzugeben.

– Im Zweifelsfall bitten Sie darum, dass man sich später erneut bei Ihnen melden soll und informieren Sie umgehend die Polizei.

Weitere Informationen rund ums Thema Kriminalprävention finden Sie auch im Internet unter: www.polizei-beratung.de

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