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Pollen im Anflug: 7 Tipps für Allergiker

Nun kommt der Frühling also doch. In den nächsten Wochen dürften vielen Allergikern die Augen tränen und die Nasen laufen. Was hilft? Ein Experte erklärt es.

Mit dem Frühling kommen die Pollen – eine schwierige Zeit für Allergiker (Foto: dpa)

Mit dem Frühling kommen die Pollen – eine schwierige Zeit für Allergiker (Foto: dpa)

1. Wie funktioniert Hypersensibilisierung?

Wählt der Betroffene eine Hypersensibilisierung mit Tabletten, beginnt er idealerweise vier Wochen vor der Saison mit der Einnahme. „Man nimmt morgens eine Tablette, legt sie unter die Zunge und lässt sie dort zwei Minuten zergehen”, erklärt der Mediziner Dr. Karl-Christian Bergmann, Leiter der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst.

Als Nebenwirkung trete leichter, aber ungefährlicher Juckreiz im Mundraum auf. Deutlich früher muss eine Hypersensibilisierung mit Spritzen beginnen. Bergmann rät, drei Monate vor der Pollensaison damit anzufangen.

2. Welche Medikamente helfen?

Wenn Sie keine Hyposensibilisierung gemacht haben, helfen Pollenallergikern nur Medikamente. Betroffene sollten in jedem Fall Antihistaminika zu Hause haben, sagt Bergmann.

Die anti-allergischen Tabletten wirken relativ schnell, in rund zehn bis 15 Minuten. Die Tabletten sollten Allergiker nehmen, bevor es richtig schlimm wird, empfiehlt der Experte: „Früher machten die Allergietabletten müde, aber heute ist die Müdigkeit nach der Einnahme nicht mehr so stark.”

3. Wann kann ich Spray nehmen?

Sind nicht gleichzeitig Augen, Nase und Haut betroffen, können Betroffene Antihistaminika auch gezielt als Spray nur für die laufende Nase oder als Tropfen nur für die gereizten Augen verwenden. Sprays und Tropfen sind auch für diejenigen geeignet, die Antihistaminika in Tablettenform müde machen.

4. Wann empfiehlt sich Kortison?

Bei wem die Antihistaminika nicht helfen, der kann für Augen und Nase auf Kortison zurückgreifen – als Tropfen, Salbe oder Spray. „Das führt zu keinen Nebenwirkungen“, beruhigt Bergmann. Das Kortison sei stärker als ein Antihistaminikum und wirke daher besser.

5. Wann ist es besonders schlimm?

In den kommenden Wochen wird der Pollenflug unter anderem wegen der nach dem langen Winter nun deutlich steigenden Temperaturen relativ stark sein. Momentan sind viele Erlenpollen in der Luft, in den nächsten Tagen kommen Birkenpollen, ab Mitte Mai die Gräserpollen hinzu.

6. Warum Pollengitter?

Betroffene sollten außerdem darauf achten, wann der Pollenflug am stärksten ist. Auf dem Land sind Pollen vor allem morgens und vormittags stark verbreitet, zwischen 5 und 11 Uhr. In dieser Zeit sollten Allergiker das Lüften bleiben lassen. Möchten Sie nicht darauf verzichten, bei offenem Fenster zu schlafen, sind Pollengitter die Lösung: „Sie halten die Pollen sehr schön zurück“, so Bergmann.

In der Stadt sind die Gitter fast ein Muss, denn dort gebe es keine großen Schwankungen bei der Pollenbelastung während des Tages. „Sie werden immer wieder aufgewirbelt durch Autos“, erklärt Bergmann. Deshalb sollten Allergiker auch Sport an stark befahrenen Straßen meiden und vor dem Sport im Freien anti-allergische Tabletten nehmen.

7. Was muss ich beim Joggen beachten?

Wer beim Joggen hustet, muss aufpassen: Husten sei das erste Zeichen von beginnendem Pollenasthma, warnt Bergmann. In diesem Fall sollte der Betroffene erst einmal auf den Outdoor-Sport verzichten und eine Immuntherapie in Angriff nehmen.

(dpa)

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1 Kommentar

  • lüften und heizen

    Richtig lüften spielt wärden dem Pollenflug eine große rolle, denn wer möchte schon jeden tag sein zimmer saugen? oder tränende augen beim schlafen gehen haben?

    18. April 2013 at 10:33

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