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„Popkultur trifft Handicap“ bei Festival in Mittelfranken

Vom 9. bis 14. Januar 2017 werben Nürnberg, Fürth und Erlangen musikalisch für die Inklusion von Menschen mit Behinderung.

„Blind & Lame“ sind übrigens auch Mutter & Tochter: Gitarristin Gika ist blind, Sängerin Lucy sitzt im Rollstuhl. (Pressefoto)

„Blind & Lame“ sind übrigens auch Mutter & Tochter: Gitarristin Gika ist blind, Sängerin Lucy sitzt im Rollstuhl. (Pressefoto)

Mit einem städteübergreifenden Musikfestival wollen die Städte Nürnberg, Fürth und Erlangen für die Integration von Menschen mit Behinderung werben. Unter dem Motto „Pop! Für alle“ gibt es vom 9. bis 14. Januar 2017 ein breitgefächertes Programm mit Podiumsdiskussionen, barrierefreien Kinovorstellungen, Workshops und Konzerten, bei denen Menschen mit und ohne Behinderung zusammenkommen können, gemeinsam und voneinander lernen und vor allem: Spaß haben.

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Die Aktionen sollten als „Eisbrecher für Mittelfranken und am besten ganz Bayern“ funktionieren, sagte der mittelfränkische Bezirkstagspräsident Richard Bartsch am Montag in Nürnberg. „Um einen Austausch und eine gegenseitige Öffnung ohne Berührungsängste herzustellen“, so Andreas Jäger (kleines Foto), Popularmusikbeauftragter des Bezirks:

„Mit ,Popkultur trifft Handicap‘ wollen wir nicht nur ein voll-barrierefreies Festival von und für Menschen mit Behinderung auf die Beine stellen, sondern auch durch Workshops und Diskussionen einen nachhaltigen Erfahrungsprozess in der gesamten mittelfränkischen Kulturszene anstoßen. Ich selbst konnte in den sechs Monaten der Planung schon sehr viel über Inklusion und Barrierefreiheit lernen und werde diese wertvollen Kenntnisse in meiner Funktion als Popularmusikberater zukünftig weitergeben. Umso mehr freue ich mich, dass wir städteübergreifend starke Partner mit an Bord haben, die die Förderung der kulturellen Teilhabe von Menschen mit Behinderung in ihre Arbeit verankert haben.“

Auftreten werden unter anderem Bayb Jane, Deaf Kat Night, Vokuz, Blind & Lame, Stereomat, Laura Schwengber, Martin Fromme und Fatoni. Das komplette Festival ist barrierefrei zugänglich und bis auf wenige Veranstaltungspunkte ist der Eintritt frei.

Webseite: http://www.pop-rot-weiss.de/festival

(RP/dpa/lby)

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