Private Krankenkasse muss schonendere Krebstherapie bezahlen

Tumorbehandlung: Landgericht Lüneburg entscheidet zugunsten eines Klägers.

Die Intensitätsmodulierte Radiotherapie (IMRT) stellt eine Weiterentwicklung der dreidimensionalen Bestrahlung dar und erfordert eine technische Spezialausstattung. Im Kopf des Bestrahlungsgerätes werden zahlreiche schmale Wolframlamellen nach entsprechender Computerberechnung während der Bestrahlung in das Bestrahlungsfeld eingefahren. Viele einzelne, unterschiedlich geformte Felder können so übereinander gelegt und über verschiedene Winkel eingestrahlt werden, dass eine individuelle Anpassung an das bestrahlte Tumorvolumen möglich wird. (Foto: Klinikum Karlsruhe)

Die Intensitätsmodulierte Radiotherapie (IMRT) stellt eine Weiterentwicklung der dreidimensionalen Bestrahlung dar und erfordert eine technische Spezialausstattung. Im Kopf des Bestrahlungsgerätes werden zahlreiche schmale Wolframlamellen nach entsprechender Computerberechnung während der Bestrahlung in das Bestrahlungsfeld eingefahren. Viele einzelne, unterschiedlich geformte Felder können so übereinander gelegt und über verschiedene Winkel eingestrahlt werden, dass eine individuelle Anpassung an das bestrahlte Tumorvolumen möglich wird. (Foto: Klinikum Karlsruhe)

Eine private Krankenversicherung muss die Kosten für eine schonendere Behandlung von Prostatakrebs erstatten. Das hat das Landgericht Lüneburg entschieden. Die sogenannte intensitätsmodulierte Radiotherapie, kurz IMRT, sei als medizinisch notwendig anzusehen, entschied die 5. Zivilkammer. Die Behandlung sei wesentlich weniger belastend als die konventionelle 3-D-Bestrahlung und nach den Ausführungen des Sachverständigen als wissenschaftlich anerkannte Behandlungsmethode anzusehen, habe die Kammer festgestellt (Az. 5 O 179/13).

In zwei entsprechenden Urteilen habe die Kammer bereits Anfang Juli gegen dieselbe Krankenkasse entschieden (Az.: 5 O 238/14 und 5 O253/15 vom 5. Juli 2016), sagte die Sprecherin. Die drei Entscheidungen seien noch nicht rechtskräftig.

(dpa)

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1 Kommentar

  • Daniela Piehl

    3 Gerichtsentscheidung noch nicht rechtskräftig. Ein Schelm der denkt, dass die Private Krankenkasse nicht genauso den Rechtsweg aus nutzen wird, um nicht sofort zahlen zu müssen.

    6. September 2016 at 15:14

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