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Protz-Duell Kim gegen Trump: Wenn sie die Welt in die Luft jagen, gibt’s auch keine Paralympics mehr

Zwei unberechenbare Machthaber auf Konfrontationskurs: Der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes zeigt sich besorgt.

Im Atomstreit zwischen Nordkorea und den USA wird die Rhetorik immer aggressiver. Trump (r.) und Kim (l.) drohen sich gegenseitig mit militärischer Gewalt. (Foto: IWN/dpa)

Im Atomstreit zwischen Nordkorea und den USA wird die Rhetorik immer aggressiver. Trump (r.) und Kim (l.) drohen sich gegenseitig mit militärischer Gewalt. (Foto: IWN/dpa)

Ein halbes Jahr vor der Eröffnung der Olympischen Winterspiele (9. bis 25. Februar 2018) und Paralympics (9. bis zum 18. März 2018) im südkoreanischen Pyeonchang haben sich einige deutsche Sportler und Funktionäre besorgt über die gegenseitigen Drohungen von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Staatsoberhaupt Kim Jon Un geäußert.

„Wenn ich die Drohungen höre, bekomme ich ein flaues Gefühl im Magen“, sagte Rodel-Bundestrainer Norbert Loch der Tageszeitung „neues deutschland“. Man ist ja auch geneigt, sie mit Massenveranstaltungen wie Olympia im Zusammenhang zu sehen“, sagte Loch. „Aber ich weiß aus Erfahrung: Sobald ich mit der Mannschaft im Flieger sitze, blenden wir das alles aus.“

„Alarmierend für den Weltfrieden“

Biathlet Erik Lesser sieht die Drohungen gelassen: „Ich glaube, dass mehr Säbelrasseln dahinter steckt als tatsächliche Handlungen.“

Nicht ganz so locker sieht das der Präsident des Deutschen Behindertensportbundes (DSB) und frühere SPD-Bundestagsabgeordnete, Friedhelm Julius Beucher. Er sagte: „Wir haben es mit zwei unberechenbaren Machthabern zu tun. Und ihre Aussagen sind alarmierend nicht nur für die Olympischen und Paralympischen Spiele, sondern schlechthin für den Weltfrieden.“ Hier sei die internationale Staatengemeinschaft gefragt.

(RP/dpa)

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1 Kommentar

  • Eiswürfel

    Und wenn man die Welt in die Luft jagt, gibt es auch niemanden, der darüber traurig sein wird.
    Ob es jetzt ein paar Atombomben tun oder später die Sonne, ist nur für menschliche Zeiträume ein Unterschied.

    Ich nehme das jedenfalls sehr gelassen. Die Welt retten zu wollen zeugt von Größenwahn. Wie ich sterbe, suche ich mir nicht aus und ob es besser ist, im Altenheim vor mich hinzuverrotten als durch eine Bombe, ist eine sehr legitime Frage.

    Übrigens sind die Paralympics für gefährliche Machthaber sicher ein triftiger Grund, nicht mit dem Feuer zu spielen. Gut, dass es ihnen mal jemand sagt, wir sind gerettet.

    15. August 2017 at 11:08

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