Querschnittgelähmte Stabhochspringerin Kira Grünberg veröffentlicht Autobiografie…

…und plant nach „Mein Sprung in ein neues Leben“ bereits das nächste Werk: Ein Kochbuch für Menschen mit Behinderung.

Mitte Oktober 2015, zweieinhalb Monate nach ihrem Unfall: Kira Grünberg trainiert im Rehabilitationszentrum in Bad Häring (Österreich). (Foto: Tom Sports Consulting/dpa)

Mitte Oktober 2015, zweieinhalb Monate nach ihrem Unfall: Kira Grünberg trainiert im Rehabilitationszentrum in Bad Häring (Österreich). (Foto: Tom Sports Consulting/dpa)

Mein Sprung in ein neues Leben

Nach einer Autobiografie hat die querschnittgelähmte Stabhochspringerin Kira Grünberg (23) bereits neue Pläne als Autorin. Sie wolle ein Kochbuch schreiben „für Leute mit Handicap, die keinen Finger bewegen können oder denen ein Arm fehlt“, sagte die Österreicherin am Freitag in Wien. Sie präsentierte ihr Buch „Mein Sprung in ein neues Leben“, in dem sie über den Trainingsunfall vom 30. Juli 2015 und dessen einschneidende Folgen schreibt (Gebundene Ausgabe: 224 Seiten, edition a; ISBN-10: 3990011758, ISBN-13: 978-3990011751, 21,90 Euro).

Grünberg war vor den Augen ihrer Eltern neben die Matte gefallen und hatte sich einen Halswirbel gebrochen. Seitdem sitzt sie im Rollstuhl, kann auch Arme und Hände nur sehr eingeschränkt nutzen – und beeindruckt durch ihre unglaublich relaxte Art, mit ihrer Behinderung umzugehen. Nur sechs Wochen nach ihrem Unfall gab es für sie keinen Zweifel, ihre neue Situation zu akzeptieren: „Für mich ist das gar nicht so schlimm“. Leichtathletik-Star Robert Harting lobt: „ Sie ist das Vorbild, das ihr Schicksal annimmt und aus den Fragmenten ihres früheren Daseins ein neues, tolles Leben bastelt.“

Türen öffen sich

„Natürlich ist es nicht ganz einfach, öfters über den Unfall zu reden. Aber mittlerweile fällt es mir eigentlich gar nicht mehr schwer, weil es ein Teil meines Lebens ist“, sagte Grünberg, die seit August 2014 österreichische Stabhochsprung-Rekordhalterin ist, bei ihrer heutigen Buchvorstellung. Sie wolle zeigen, dass man auch über schwere Krisen hinauswachsen und neuen Lebenssinn schöpfen könne.

„Wenn sich eine Türe schließt, öffnet sich bereits eine neue. Bei mir war das Glück, dass sich viele Türen geöffnet haben, es hat sich eigentlich nur eine Türe zugemacht“, kommentierte sie.

Kira Grünberg im Februar 2015 beim Stabhochsprung. (Foto: Reinhard Eisenbauer/EPA)

Kira Grünberg im Februar 2015 beim Stabhochsprung. (Foto: Reinhard Eisenbauer/EPA)

(RP/PM)

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