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Rathaus: Paradox – warum können Schmerzmittel Kopfschmerzen auslösen?

Bild Rathaus

Es klingt paradox: Wer gegen seine Kopfschmerzen zu häufig Schmerzmittel oder Migränemittel einnimmt, bekommt Kopfschmerzen. Prof. Hartmut Göbel, Gründer und Chefarzt der Schmerzklinik Kiel, erklärt den sogenannten Medikamentenübergebrauch-Kopfschmerz so: Schmerzmittel reduzieren die Schmerzempfindlichkeit. Nimmt man sie über einen längeren Zeitraum sehr häufig ein, erhöht das Nervensystem die Schmerzempfindlichkeit, um wieder eine normale Schmerzempfindlichkeit einzustellen.

Lässt die Wirkung des Schmerzmittels nach, schießt die Schmerzempfindlichkeit hoch, es treten spontan sogenannte Rückschlagkopfschmerzen auf, die erneut die Schmerzmitteleinnahme fordern – ein Teufelskreis. Dem kann man nur entkommen, indem man bis zu 30 Tage komplett auf Schmerzmittel verzichtet.

Vorbeugen kann man, indem man der sogenannten 10-20-Regel folgt: An weniger als an zehn Tagen im Monat darf man Schmerzmittel einnehmen, an mindestens 20 Tagen nimmt man keine.

(dpa/tmn)

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