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Rathaus: Was tun bei einem plötzlichen Hörsturz?

Bild Rathaus

Auf einmal hört sich alles ganz dumpf an. Geräusche scheinen weit weg zu sein, bis auf das Pfeifen im eigenen Ohr. Unter Stress kommt es manchmal vor, dass das Gehör gewissermaßen dicht macht – manchmal in Verbindung mit einem Tinnitus. In diesem Fall ist der wichtigste Rat: Ruhig bleiben. „Früher galt ein Hörsturz – mit oder ohne Tinnitus – als Notfall“, erklärt Michael Deeg vom Deutschen Berufsverband der HNO-Ärzte. „Das sehen wir heute etwas zurückhaltender.“

In gut 50 Prozent der Fälle kommt das Gehör nach wenigen Stunden oder nach ein bis zwei Tagen von ganz allein zurück, sagt der HNO-Arzt aus Freiburg. Dann muss der Betroffene auch nichts weiter tun. Erst wenn man länger als ein bis zwei Tage sehr schlecht hört oder ein Ohrgeräusch wahrnimmt, sollte ein HNO-Arzt prüfen, ob es tatsächlich ein Problem gibt. „In dem Fall geben wir hoch dosiertes Cortison.“ Oft erholt sich das Ohr dann schnell wieder. „Die Behandlungschancen stehen nicht schlechter, wenn man ein paar Tage abgewartet hat“, betont Deeg. Und da ein Hörsturz auch durch Stress ausgelöst werden kann, schadet Panik meist mehr, als sie nutzt.

Wochen oder Monate sollten Betroffene allerdings nicht mit eingeschränktem Hörvermögen herumlaufen. Deeg: „Innerhalb der ersten vier Wochen lässt sich so etwas am besten behandeln.“

(dpa/tmn)

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