Regierung plant zusätzliche Integrationsbetriebe für behinderte Menschen

Kabinett berät neues Arbeitsmarkt-Instrument „Respekt“: Ob’s nun besser wird?

Karl Schiewerling, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Arbeit und Soziales der CDU/CSU-Bundestagsfraktion (Foto: CDU/CSU)

Karl Schiewerling, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Arbeit und Soziales der CDU/CSU-Bundestagsfraktion (Foto: CDU/CSU)

Das Gesetz zur Rechtsvereinfachung im Sozialgesetzbuch II soll an diesem Mittwoch vom Kabinett verabschiedet werden. Dazu erklärt der arbeitsmarkt- und sozialpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Karl Schiewerling:

„Ziel des neuen Instruments, das nun in Gesetzesform gegossen wird, ist: Kein junger Mensch darf verloren gehen. Gerade schwer erreichbare junge Menschen, die in einem Umfeld von Arbeitslosigkeit aufgewachsen sind und keine Perspektive für sich sehen, wollen wir langfristig fördern. Außerdem werden wir Integrationsbetriebe für weitere Gruppen behinderter oder von Behinderung bedrohter Menschen öffnen. Zudem stärken wir die Sozialpartner in den Beiräten der Jobcenter. Das Gesetz, das die Koalition seit 2014 berät, trägt eindeutig die Handschrift der Union.

Die schwer erreichbaren jungen Menschen wollen wir in Bildungsprozesse, Ausbildung und in Arbeit bringen. Hierzu haben wir im vergangen Jahr bereits erste Pilotprojekte unter der Überschrift ‚Respekt‘ an den Start gebracht. Das in den Modellen erprobte Konzept geht nun mit dem Gesetz in eine langfristig angelegte Förderung über.

Wir wollen die Zahl der Integrationsbetriebe deutlich erhöhen und sie für langzeitarbeitslose schwerbehinderte sowie psychisch kranke Menschen öffnen. Für beide Gruppen gibt es bisher kein adäquates Angebot. Auch ihnen wollen wir die Chance geben, sich langfristig in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren.

Die Sozialpartner in den Beiräten bekommen durch das Gesetz mehr Beteiligungsrechte: Ihre Beratungsposition wird erheblich gestärkt. Mit ihrer Fachkompetenz können sie die Jobcenter bei der Auswahl der Eingliederungsinstrumente besser beraten.“

(RP/PM)

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3 Kommentare

  • Monika Schwaiger

    Taten statt Worte!

    3. Februar 2016 at 12:03
  • Nikole Müller

    Ne „nettere „bezeichnung fuer „schwerbehindertenwerkstatt „..oder „1-euro-job „fuer schwerbehinderte ??

    Was ist so schwer daran ,arbeitgeber zwingend zu VERPFLICHTEN ,schwerbehinderte je nach eignung auszubilden und (ggf.)ne gewisse zeit zu beschaeftigen ?

    „Integrationsbetriebe „als geschlossne systeme wieder mit/fuer behinderte sind eher einrichtungen der exklusion ,meist intransparent und so sinnstiftend wie „kaufmannsladen spielen „fuer HARTZIV-empfaenger und tragen (vermutlich )wenig zur integration auf dem arbeitsmarkt bei ,da solche einrichtungen wenig vertrauen geniessen (unter potentiellen arbeitgebern )was die zu erreichenden abschluesse angeht ,die meist als minderwertig angesehen werden .

    Klar ..irgendwas wird man in den „integrationsbetrieben „schon arbeiten ,die ueblichen „werkstattarbeiten „eben ,kurz :

    Neuer wein in alten schlaeuchen

    3. Februar 2016 at 12:32
  • Stefan Himbert

    Nur für “ fitte“ ! Und was ist mit den “ nicht fitten “ ??

    3. Februar 2016 at 15:30

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