REHAB 2015 eröffnet: Experten fordern Umdenken

„Inklusion statt Integration“ – 25.000 Messebesucher in Karlsruhe erwartet.

Die Eröffnungsgäste der REHAB 2015 (v.l.n.r.): Siegfried Rapp (Honorarkonsul der Botschaft von Ecuador in Baden-Württemberg), Gerd Weimer (Beauftragter der Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen in Baden-Württemberg), Gabriele Luczak-Schwarz (Bürgermeisterin der Stadt Karlsruhe), Lenín Voltaire Moreno Garcés (Sondergesandter des Generalsekretärs der Vereinten Nationen und ehemaliger Ecuadorianischer Vizepräsident), Britta Wirtz (Geschäftsführerin der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH), Raúl Krauthausen (Aktivist für Barrierefreiheit und Autor), Werner Raab (Mitglied des Landtags Baden-Württemberg). (Foto: Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH)

Die Eröffnungsgäste der REHAB 2015 (v.l.n.r.): Siegfried Rapp (Honorarkonsul der Botschaft von Ecuador in Baden-Württemberg), Gerd Weimer (Beauftragter der Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen in Baden-Württemberg), Gabriele Luczak-Schwarz (Bürgermeisterin der Stadt Karlsruhe), Lenín Voltaire Moreno Garcés (Sondergesandter des Generalsekretärs der Vereinten Nationen und ehemaliger Ecuadorianischer Vizepräsident), Britta Wirtz (Geschäftsführerin der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH), Raúl Krauthausen (Aktivist für Barrierefreiheit und Autor), Werner Raab (Mitglied des Landtags Baden-Württemberg). (Foto: Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH)

Im Zusammenleben mit Menschen mit Behinderungen ist nach Ansicht von Experten ein Umdenken angesagt. „Barrieren im Kopf müssen abgebaut werden“, sagte der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung, Gerd Weimer, am Donnerstag zur Eröffnung der Messe für Rehabilitation, Therapie und Prävention (REHAB) in Karlsruhe. Behinderte müssten in der Volkswirtschaft beteiligt werden.

Auch der Gründer des Vereins Sozialhelden, Raúl Krauthausen, betonte: Es gehe nicht nur um technischen Fortschritt, der es Menschen mit Einschränkungen ermögliche, so „normal wie möglich“ zu sein. Es gehe um Inklusion, um eine Gesellschaft, die Individualität und Vielfalt als Grundlage des Zusammenlebens annehme. Dies sei viel mehr als Integration, sagte der Aktivist.

Mehr als 300 Unternehmen und 100 Verbände

Die REHAB präsentiert bis zum Samstag Trends in Dienstleistungen, Medizin- und Rehatechnik. Mehr als 300 Unternehmen, 100 Verbände und 200 Experten aus zwölf Ländern informieren über inklusives Wohnen, smarte Autos und Freizeitangebote. So bietet eine Firma Reisen von der Antarktis bis nach Tibet an, ein Sportverein in Karlsruhe-Durlach „Judo für alle“.

Ein Familienvater, dessen Sohn mit angeborenem Muskelschwund lebt, zeigte sich sichtlich angetan: „Wenn man mit einer solchen Krankheit konfrontiert wird, ist man erstmal ratlos. Hier bekommen wir Anregungen, wie man damit im Alltag besser umgehen kann – auch in der Zukunft, wenn sich die Gesundheit meines Sohnes verschlechtern sollte.“

Die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK) erwartet 25.000 Messebesucher. Darunter ist auch der Sondergesandte des Generalsekretärs der Vereinten Nationen für Behinderung und Barrierefreiheit und ehemalige Ecuadorianische Vizepräsident, Lenín Voltaire Moreno Garcés, der sich kurzfristig für heute angekündigt hatte.

(RP/dpa/lsw)

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